Am Donnerstag fanden sich Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood und Charlie Watts im Londoner Somerset House zu einer Fotoausstellung ein, die ihre ein halbes Jahrhundert umspannende Karriere nachzeichnete. Danach ging es in den Proberaum.

Sie seien erstaunt, dass die Gruppe immer noch in guter Form sei, erklärten die Stones. Am meisten bedauere er jedoch den Tod von Gründungsmitglied Brian Jones im Jahr 1969, sagte Keith Richards.

Aber alles in allem sei der Werdegang der Band "ein einzigartiges Abenteuer." Wann genau die Jubiläumskonzerte stattfinden sollen, stehe noch nicht fest, sagte Richards. Aber geprobt hätten sie schon.

Muddy Waters als Patenonkel

Der Auftritt der Band in dem damals angesagtesten Club Londons - dem Marquee Club - am 12. Juli 1962 gilt als der erste unter dem Namen Rolling Stones. In Liedern von Blues-Legende Muddy Waters wurde ein "rolling stone" als rastloser, vagabundierender Geselle besungen - Zeilen aus "Mannish Boy" und "I'm A Rolling Stone" sollen Pate für den Band-Namen gestanden haben.

Einer ihrer frühen Manager, Andrew Loog Oldham, nutzte das, um die Stones zum rebellischen Gegenstück der Beatles aufzubauen. Stones oder Beatles wurde fast zur Schicksalsfrage für die damalige Generation, musikalischer Rebell oder harmloser Musikant, "Street Fighting Man" oder "Hello, Goodbye"?

Schwarzer Tag in Altamont

Beatles und Stones machten das Kontrast-Spiel zwar mit, doch John Lennon und Paul McCartney überliessen den Stones einen ihrer Songs. "I Wanna Be Your Man" erschien 1963 als zweite Stones-Single. Ihr vorausgegangen war der Chuck-Berry-Song "Come On". Der Stones-Urknall zur Legendenbildung aber erfolgte erst im Mai 1965: "I Can't Get No Satisfaction".

Seitdem ist der Weg der Stones mit musikalischen Erfolgen und Skandalen gepflastert. Jagger, Richards und Brian Jones drohten mehrmals Haftstrafen wegen Drogen, in dem Song "We Love You" von 1967 verarbeiten sie einige Turbulenzen dieser wilden Zeiten.