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«Ein Unsittengemälde über sechs Jahrzehnte»: Chris von Rohr über seine Autobiografie

Himmel, Hölle, Rock ‘n’ Roll

«Es war alles noch viel breiter, grösser und extremer, einfach des Wahnsinns fette Beute!»: Rocklegende Chris von Rohr gibt ungeschönte Einblicke ins Musikbusiness vor der #Metoo-Bewegung.

"Es war alles noch viel breiter, grösser und extremer, einfach des Wahnsinns fette Beute!" Die Rocklegende Chris von Rohr gibt ungeschönte Einblicke ins Musikbusiness vor der #Metoo-Bewegung: Sex, Drugs und Rock ‘n’ Roll.

68 Jahre ist er alt und da war es Zeit ein Buch zu schreiben. Es sei «eine Liebeserklärung an die Freundschaft, die Frauen, an Rock 'n Roll und ans Kind-bleiben». Die Rocklegende erzählt Markus Gilli in vertrautem Ton aus dem 600-seitigen Werk.

«Es gehört Glück zum Leben aber dann musst du ‹büglä›, das geben wir ja auch unseren Kindern mit», sagt Mr. «Mehr Dreck». So sei es auch mit diesem Buch gewesen, reine Knochenarbeit.

Moderator Markus Gilli provoziert, das Buch sei voller Anekdoten über von Rohrs Frauengeschichten. Ob das in Zeiten des Frauenstreiks angebracht sei? Von Rohr, der sich kurz zuvor als «Frauenflüsterer» betitelte, erwidert, dass ihn das nicht interessiere. Es seien alles nur Loblieder auf die Frauen und auch der Vorwurf, dass er mit seiner Penislänge angebe im Buch, sei nicht gerechtfertigt. Er beteuert, es sei nichts frauenfeindliches in seinem Buch – und der Moderator lässt das aktiv so stehen.

Von Muttermilch und Rockmusik

Ein interessantes und unerwartetes Thema ist die Muttermilch. Chris von Rohr war ein kränkliches Kind. Er schiebt dies auf die Konservenmilch, die er als Kind erhalten hat und fordert die Eltern auf: «Gebt diesen Kindern diese Brüste!»

Wann ihm der Knopf aufgegangen sei, fragt Markus Gilli. Es sei der Moment gewesen, als der Gitarrist der Band «Krokus» und er sich trafen und gemeinsam Musik schaffen konnten, die über die Region hinaus strahlte. Als dann der Sänger hinzukam, war es ein «Trio made in heaven», wie die Rockröhre es beschreibt. Und nach einem harzigen Start hob «Krokus» ab.

Konfrontiert mit seinem letzten Lebensabschnitt, beschäftige ihn vor allem, dass er irgendwann nicht mehr für seine Tochter da sein könne. Trotzdem habe er keine Angst vor dem Alter. Der Sinn des Lebens beschreibt der 68-Jährige dann auch sehr lebendig: «Jeden Tag möchte ich das Maximum herausholen, nicht in der Vergangenheit, nicht zu fest in der Zukunft, sondern im Moment möchte ich leben.» (mma)

Die «TalkTäglich»-Ausgabe mit Chris von Rohr in voller Länge können Sie hier nachschauen:

Himmel, Hölle, Rock ‘n’ Roll

«Es war alles noch viel breiter, grösser und extremer, einfach des Wahnsinns fette Beute!» Die Rocklegende Chris von Rohr gibt ungeschönte Einblicke ins Musikbusiness vor der #Metoo-Bewegung: Sex, Drugs und Rock ‘n’ Roll. Wie er die verrückten Zeiten als Rockstar erlebt hat und was er von den alten weissen Männern hält, erzählt er heute live im «TalkTäglich».

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