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Black Eyed Peas-Will.I.Am: «Hip-Hop macht sich im Moment selbst klein»

The Black Eyed Peas mit Taboo, Will.I.Am, Fergie und Apl.de.ap (v. l.). Keystone

The Black Eyed Peas mit Taboo, Will.I.Am, Fergie und Apl.de.ap (v. l.). Keystone

Ob die Musik von Black Eyed Peas noch zum Hip-Hop gezählt werden kann, Sounds ist umstritten. Auf dem neuen Album setzen sie sich zum Beispiel mit der Dance-Szene auseinander.

«Wenn mir jemand begegnete, der die Black Eyed Peas nicht kennen würde, und mich fragte, welche Musik wir machten, würde ich ihm antworten, dass wir Pixel miteinander verbinden», erklärt Will.I.Am. Es ist seine Antwort auf die Frage, ob sich die Alternative-Hip-Hopper einem Genre zugehörig fühlen.

So wenig er die Musik seiner Truppe anlässlich des neuen Albums «The Beginning» (Universal) auch konkretisieren will, ist sie vor allem eins: enorm populär. Vom Vorgänger «The E.N.D.» konnten die Musiker aus Los Angeles ganze zehn Songs als Singles auskoppeln, die allesamt die amerikanischen Top Ten erreichten.

lack Eyed Peas - The Beginning (New Album 2010) [ALL TRACKS]

Black Eyed Peas - The Beginning

Ob die Black Eyed Peas nach ihrer immens erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem französischen Elektro-Dance-Produzenten David Guetta überhaupt noch als Hip-Hop-Band durchgehen können, wird im Moment in Amerika heiss diskutiert. Will.I.Am sieht die Kontroverse gelassen, wie er erzählt. «Es gibt kaum jemanden, der Hip-Hop stärker personifiziert als ich», raunzt er mit ironisch hochgezogener Augenbraue.

Es sei für ihn durchaus cool, bei Hip-Hop-Fans als Genreverräter zu gelten. «Hip-Hop macht sich im Moment selbst klein, weil die gesamte Community auf die Stilhüter hört, die vorgeben, was Hip-Hop zu sein hat. Schlauer wäre es, zu zeigen, was Hip-Hop sein kann. Genau an diesem Punkt setzen die Black Eyed Peas an.» Will.I.Am produzierte noch während der erst kürzlich zu Ende gegangenen Welttour ein brandneues Album. «The Beginning» unterscheidet sich deutlich vom Vorgänger, auch wenn der Titel die Fährte des letzten Albumtitels aufnimmt.

War «The E.N.D.» noch eine Partyplatte mit ekstatischen Beats, setzt sich «The Beginning» viel stärker als sein Vorgänger mit Elektro-Beats und der aktuellen Dance-Szene auseinander. Manche Songs leben mit 120BPM, andere folgen der viel schnelleren 360-Beats-pro-Minute-Taktung. Was man damit anstellen kann, zeigt der neue Radio-Dauerbrenner der Black Eyed Peas, «The Time (Dirty Bit)». (dpa)

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