Casting-Show
Bald gibts auch im Schweizer Fernsehen «Blind Auditions»

Im Januar 2013 wird eine neue Casting-Show auf Sendung gehen. Mit «The Voice of Switzerland» versucht sich das Schweizer Fernsehen an einem neuen Casting-Modell. Weg vom Spass auf Kosten der Kandidaten, es soll nur die Stimme zählen.

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Das Schweizer Fernsehen kauft sich die Verwendungs-Rechte am Casting-Format «The Voice of Switzerland». Christoph Gebel, Leiter der Abteilung Unterhaltung, sagt: «Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir uns die Rechte von «The Voice of...» sichern konnten. Das Format passt hervorragend in unsere Event-Strategie.»

Nur der Gesang zählt

Das Format der Casting-Show bringt tatsächlich einige Neuerungen mit sich. Vor allem soll sich der Respekt gegenüber den Kandidaten erhöhen. Es steht nicht im Mittelpunkt, sich über das Versagen einzelner Kandidaten zu lachen oder sich von traurigen Geschichten rühren zu lassen. Einzig und allein die Stimme der Sänger zählt.

Genau nach dieser Philosophie gestaltet sich auch die Show. Jurymitglieder, welche zurzeit noch unbekannt sind, stellen sich während sechs sogenannten «Blind Auditions» ein Team von Sängern zusammen. Wie das Wort «Blind» schon sagt, sehen die Jurymitglieder die Sänger während dem Auftritt nicht. Erst am Ende der Vorstellung oder wenn sie den Kandidaten aufnehmen wollen, dreht sich ihr Stuhl zur Bühne hin um. Gebel bestätigt: «Im Zentrum stehen ausschliesslich die gesanglichen Qualitäten der Kandidaten.»

Interessant ist ausserdem: Um bei den «Blind Auditions» auftreten zu dürfen, muss man eine Einladung der Organisatoren erhalten. So zumindest funktionierte es im herkömmlichen Modell, welches aus den Niederlanden stammt.

«Battle Rounds»

Die gewählten Kandidaten werden dann in drei «Battle-Rounds» in Duellen gegeneinander antreten. Der Verlierer jedes Battles, der vom Team-Chef bestimmt wird, scheidet aus. In vier Live-Shows bestimmen dann die Jurymitglieder und die Zuschauer zusammen, wer schliesslich zur Stimme der Schweiz gekürt wird.

Zurzeit sorgt die deutsche Version «The Voice of Germany» auf Sat1 und Pro7 für Top-Quoten. Und eine Schweizerin mischt ordentlich mit. Die Baselbieterin Yasmina Hunzinger aus dem Team von Nena ist nach der zweiten Live-Shows noch immer im Rennen. (cht)