Kunst-Preis

Roswitha Haftmann-Preis symbolisch an Sigmar Polke übergeben

Künstler Sigmar Polke (Archiv)

Künstler Sigmar Polke (Archiv)

Der Roswitha Haftmann-Preis 2010, der höchstdotierte europäische Kunstpreis, ist im Zürcher Kunsthaus symbolisch dem deutschen Maler, Grafik- und Fotokünstler Sigmar Polke übergeben worden. Polke konnte gesundheitshalber nicht an der Verleihung teilnehmen.

Die mit 150'000 Franken dotierte Auszeichnung wird ihm in den nächsten Tagen an seinem Wohnort in Köln übergeben, wie die Roswitha Haftmann Stiftung mitteilte.

Polke zähle zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart, schreibt die Stiftung. Seit vierzig Jahren habe er mit Stilen, Themen, Materialien und einer Haltung experimentiert, welche die Rolle der Kunst und des Künstlers mit ins Betrachtungsfeld hob. Damit habe er Wesentliches zur Erneuerung der Malerei beigetragen.

Die grosse Konstante im Werk des vielseitigen Künstlers ist das gerasterte Bild, mit dem Polke seit den frühen 60er-Jahren in vielen Erscheinungsformen arbeitet.

Überzeugt ist die Jury des Roswitha Haftmann-Preises auch von Polkes jüngsten Arbeiten, den Fenstern für das Grossmünster in Zürich. Der gelernte Glasmaler habe dort gleichermassen kraftvolle wie sensible Bilder geschaffen - figurative und abstrakte Meisterwerke aus Achaten und Glas.

Polke wurde 1941 in Schlesien geboren, flüchtete 1945 nach Tübingen und lebt seit 1978 in Köln. Seit 1963 ist er mit Ausstellungen international präsent.

Der Roswitha-Haftmann-Preis wird seit 2001 alle ein bis drei Jahre an lebende Künstlerinnen oder Künstler vergeben, deren Werk von überragender Bedeutung ist.

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