Stimmen Festival

Mit ehrlicher Rockmusik beschliesst Bob Geldof das Stimmen Festival 2013

Bob Geldof beschliesst mit seinem Konzert das Stimmen Festival 2013

Bob Geldof beschliesst mit seinem Konzert das Stimmen Festival 2013

Zum Abschluss des Stimmen Festivals 2013 enterte der Altmeister Bob Geldof mit seiner gewichtigen Stimme die Bühne des Rosenfelsparks und zeigte es nochmals allen.

Ein sanfter Regen ging fast pünktlich zum Konzertbeginn über dem Rosenfelspark nieder, wilkommene Abwechslung nach nach den hitzigen Tagen und irgendwie auch ein Zeichen, dass das hochkarätige Festival nun zu Ende geht.

Von Endzeitstimmung war im Publikum allerdings nichts zu spüren. Mehrheitlich ältere Semester warteten gespannt auf den Auftritt jenes Mannes, der mittlerweile fast mehr durch sein karitatives Engagement bekannt ist als durch seine Musik.

Bob Geldof wird dem Publikum als «eine der wichtigsten Stimmen der letzten dreissig Jahre» angekündigt wird. Geldof gibt darauf gleich selbst die Antwort mit dem «Great Song of Indiffernce», der mit einem mehrfach wiederholten »I don't mind» beginnt. Was folgt ist ein Feuerwerk an guter ehrlicher Rockmusik. Es dauert keine zwei Minuten und das Publikum ist wild am Hüpfen und Klatschen.

Man hatte ja fast vergessen, was für ein hervorragender Musiker Bob Geldof ist, der mit seinen Boomtown Rats zu den erfolgreichsten Bands der siebziger und achtziger gehörte und sich immer wieder dezidiert politisch äusserte, vor allem was den Konflikt in seiner Heimat Irland anbetraf. Mit einem ihrer Hits «Banana Republic» landeten sie gar auf dem Index, weil sie zu deutlich die Verhältnisse auf der Insel anprangerten.

Es ist ein Streifzug durch dreissig Jahre Musikgeschichte, von den Anfängen des Folkrock über eine kurze psychedelische Phase bis zu ganz aktuellen Songs von seinem letzten Album «How to compose popular songs that will sell». Es ist schlicht beeindruckend, diesen älteren Herren dabei zuzusehen, wie sie hervorragend musizieren und nach all den Jahren immer noch Spass daran haben.

Stücke, die ganz simpel gestrickt scheinen, entwickeln sich plötzlich zu hochkomplexen Strukturen, gewaltige Soli folgen aufeinander und man hat das Gefühl als entstünde dies spontan, aus dem Geist der Band heraus. So beispielsweise bei «Screem invain», einem Song aus den Neunzigern. Den Text dazu habe er geschrieben, als er in Aethiopien ein Dorf besucht habe, das sie durch die Live Aid Konzerte unterstützt hätten und er durch den Anblick des Erfolgs aus einer Depression gefunden habe.

Natürlich spielt er auch seinen grössten Hit «I don't like mondays» , um die Schlussrunde einzuläuten. Nocheinmal kommen sie für einen Zugabenblock auf die Bühne und so endet das Konzert wie es angefangen mit hat mit dem «Great Song of Indifference» und Regen.

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