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Der HESO-Höhepunkt für viele

«Lupenrein ins Herz hinein», reimte Theres-Ursula Beiner zur harmonisch-rhythmischen Qualität der drei im Konzertsaal auftretenden Gruppen. Die Programmauswahl am volksmusikalischen Nachmittag «So tönt's a dr HESO» erwies sich als Volltreffer.

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Chor

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Solothurner Zeitung

Gundi Klemm

Früher, so erinnerte sich Moderatorin Theres Ursula Beiner, habe der volksmusikalische Nachmittag vorwiegend aus Ländlermusik bestanden. Doch habe sie den Programmbogen nach und nach erweitert, um für das begeisternd weite Spektrum der Freizeitmusik eine Bühne zu schaffen. So kam das Publikum im überaus gut besuchten Konzertsaal in den Genuss sehr unterschiedlicher Darbietungen: Geradezu stürmischen Beifall erhielten die vier Herren der «Jimara swinging Band» unter der Leitung von Marcel von Arx. Begonnen hatten Willy (piano), Hansruedi, genannt Jim (drums), Marcel (Klarinette/Tenorsax.) und Rafi schon als Kantonsschul-Band, die drei ihrer Vornamen zum Markenzeichen verschmolz. Später spielten sie auch als Studenten ihre beliebte Mainsstream-Mischung aus Dixie- und Chicago-Jazz.

Lieder aus der Jugendzeit

Damals - vor 40 Jahren - war die Mehrzahl der Anwesenden jung und freute sich jetzt über das Revival von bekannten Melodien aus Musicals und Klassikern wie «Mr. Sandmann» oder «Night and Day». Obwohl es sich bei den Bandmitgliedern um rüstige Pensionäre handelt, die sich in gleicher Besetzung wie seinerzeit erst wieder vor 10 Jahren zu Proben trafen, vergisst man ihren Auftritt gewiss nicht. Und viele, die fusswippend im Publikum sassen, hoffen auf ein baldiges Wiederhören mit weiteren Stücken aus dem grossen «Jimara»-Repertoire.

Regional verwoben

Mit ihrer Moderation vermittelte Beiner, die auf der Bühne stets mit verschiedenen Aufführenden unterhaltsame Interviews führte, einen wunderbaren Kitt für alle Vorträge. Auf diese Weise band sie das Publikum in jenes regionales Beziehungsnetz ein, das die Solothurner Zeitung als Veranstalterin mit ihren drei Kopfblättern Grenchner Tagblatt, Langenthaler Tagblatt und Berner Rundschau täglich leistet. Brigitta Galli, Marketingchefin des Verlagshauses, dankte den anwesenden Abonnenten für ihre Lesertreue, die auch die Durchführung kultureller Anlässe wie jetzt diesen Nachmittag ermögliche.

Mit dem Schwyzerörgeliquartett «Hasepfäffer» aus dem Fraubrunnenamt erhielt der Konzertnachmittag gemütlichen «Stubete»-Charakter. Blau gewandet spielten Doris Jutzi, Hans Liechti, Hans Rothenbühler unter der Leitung von Markus Steiner (wie Bandleader von Arx ein ehemaliger Banker) melodisch wohlgerundet leichte und lüpfige Kompositionen. Nach einem Tango folgte «Im Bäregrabe» (Peter Grossen), der ja bekanntlich bald vom Bärenpark abgelöst wird. Zum Schluss überbrachten sie - belohnt von viel Applaus - den Hit der Oesch-Familie «Jäger vom Silbertannental».

Breit gefächertes Liedgut

Ganz aufmerksam lauschte das Publikum auch den Vorträgen des Jodlerklubs Bettlach, der in diesem Jahr 55 Jahre besteht und sich - wie Präsident Alban Walker bestätigte - über fehlende Resonanz in der Bevölkerung nicht beklagen kann. Die musikalische Leiterin Kathrin Henkel, die längst über einen bekannten Namen in der Jodlerszene verfügt, hatte sehr verschiedenartiges Liedgut ausgesucht. Sprachlich bewundernswert trugen die mit dekorativem Samtmutz bekleideten Jodler und ihre Solojodlerinnen «Bim Stärnewirt», «Jodlerhärz» und den «Steinmannli-Jutz» und weiteres vor.