Polemik

SBB-Durchsagen im Zug sind Unsinn

SBB, Bahnreisende, Bahnhof Bern, Anzeigetafel

SBB, Bahnreisende, Bahnhof Bern, Anzeigetafel

Die SBB sagen bei Ankunft in einem grossen Bahnhof noch immer alle Anschlüsse in zwei oder drei verschiedenen Sprachen an. Ist das noch nötig? Nein, im Smartphone-Zeitalter nicht mehr.

Wir sitzen im Interregio nach Zürich. «Die Situation im Büro ist angespannt, erklärt mein Gesprächspartner, als er von der Durchsage jäh unterbrochen wird: «Meine Damen und Herren, wir treffen mit drei Minuten Verspätung in Zürich Hauptbahnhof ein. Ausstieg ist in Fahrtrichtung links. Ihre nächsten Anschlüsse in Zürich: Interregio nach Arth-Goldau-Bellinzona-Locarno 13.42 Gleis 7, Intercity nach Ziegelbrücke-Sargans-Chur, 13.45 Gleis 11. Interregio nach...». Wir schauen uns an und warten.

Endlich: «Und suchst Du das Gespräch mit dem Chef?» Doch mein Gegenüber kann nicht weiterreden: «Mesdames et Messieurs, nous arrivons avec trois minutes de retard à Zurich gare centrale. Veuillez descendre à gauche...». «Ich weiss nicht, ob ich kündigen soll», ruft der Kollege dazwischen. «Das scheint mir etwas....» «Ladies and gentlemen, we are arriving in Zurich main station...» Stoppt diesen Unsinn, liebe SBB. Epische Durchsagen sind im Smartphone-App-Zeitalter nicht mehr nötig. Und eure Zugbegleiter sind gewiss froh, wenn sie nicht in aller Länge Englisch und Französisch radebrechen müssen.

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