Analyse

Schweizer Eishockey-Nati: Mit einem blauem Auge davongekommen

Den Schweizern ist die Enttäuschung nach dem Viertelfinal-Aus deutlich anzusehen.

Den Schweizern ist die Enttäuschung nach dem Viertelfinal-Aus deutlich anzusehen.

Nach dem Ausscheiden der Eishockey-Nationalmannschaft an der WM in Tschechien, kann man mit gemischten Gefühlen zurückblicken. Einerseits holten die Schweizer in fast jedem Spiel Punkte, andererseits überzeugten sie zu selten. Ein Kommentar.

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft hat ihr gestecktes Ziel erreicht. Wer an einer WM an den Viertelfinals teilnimmt, der darf in der Regel zufrieden sein. Gerade die Schweiz, die – bis auf den Exploit von Stockholm 2013, als man in den Final vorstiess –, an den letzen vier Turnieren dreimal vorzeitig gescheitert ist. Alles gut also?

Die Schweiz verliert im WM-Viertelfinal gegen die USA mit 3 zu 1. Die Highlights des Spiels.

Die Schweiz verliert im WM-Viertelfinal gegen die USA mit 3 zu 1. Die Highlights des Spiels.

Nein. Das Resultat täuscht darüber hinweg, dass die Mannschaft über weite Strecken einen sehr zwiespältigen Eindruck hinterliess und in hohem Grad davon profitierte, dass sich die direkte Konkurrenz gegenseitig die Punkte wegnahm.

Es ist wie immer: Man kann das Glas als halb voll oder als halb leer beurteilen. Der Pessimist kritisiert, dass die Schweizer nur zwei von acht WM-Spielen gewonnen haben und unter anderem gegen den späteren Absteiger Österreich als Verlierer vom Eis gingen. Der Optimist lobt die Tatsache, dass die Schweizer in sechs von acht Spielen Punkte holten, darunter auch gegen «Grossen» Schweden und Tschechien.

Die Highlights vom WM-Viertelfinalspiel zwischen der Schweiz und den USA

Die Highlights vom WM-Viertelfinalspiel zwischen der Schweiz und den USA

Eine Tatsache ist, dass es eine vergleichbar günstige Konstellation für die Schweizer wohl nie mehr geben wird. Deshalb sind sie an der WM in Tschechien mit einem blauen Auge davongekommen. Die Viertelfinal-Qualifikation darf nicht darüber hinweg täuschen, dass die Leistungen unter dem Strich unbefriedigend waren – auch wenn sich die Mannschaft im Verlauf des Turniers steigerte. Es machte zu selten Spass, diesem Team bei der Arbeit zuzusehen. Zu oft hatte man das Gefühl, dass alles ein wenig auf Zufall und dem Prinzip Hoffnung basierte. Und das darf nicht der Anspruch sein.

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