Persönlich

Verwirrung um die Kühe auf der Weide

Was fast noch mehr besorgt als das, was die Kühe nicht überall tragen dürfen, ist das, was die Tiere ausscheiden. (Archivbild)

Was fast noch mehr besorgt als das, was die Kühe nicht überall tragen dürfen, ist das, was die Tiere ausscheiden. (Archivbild)

Da macht sich die Schweiz in der Tat alle Ehre. Auch für die Klischees, die das Land umfloren. Nun denkt Hornkuh-Capaul also ohne Witz über eine neue Initiative in der Sache nach. Und dies, obwohl der Einsatz für das Horn an Kuh und Ziege vor dem Volk keine Gnade fand. Wenn auch die Ablehnung des Initiativbegehrens knapper ausfiel als manch anderes.

Was fast noch mehr besorgt als das, was die Kühe nicht überall tragen dürfen, ist das, was die Tiere ausscheiden. Das Methangas, das sie ausstossen, ist ein Klimafaktor. Kein unerheblicher zudem. Und deshalb ist es durchaus sinnvoll, wenn die Abgassituation wissenschaftlich erforscht wird. Will heissen: Furzen und Rülpsen wollen erforscht sein.

Und siehe da: Algen als Futterzusatz helfen. Der kleine Nachteil an der Erkenntnis: Unser Meeresanstoss ist vergleichsweise begrenzt. Und die Algen, die wir Menschen als Delikatesse zu uns nehmen, sind, sorry, sauteuer. Genau so wie der gute Rat. Oder etwa doch nicht? Koriander soll ähnliche Effekte auf die Reduktion des Klimagas-Ausstosses aus Kuhmagen haben. Wieder einmal hilft die Natur also sich selbst. Und wir Menschen, die wir über unsere hausgemachten Probleme auf dem Planeten brüten, staunen von neuem mit grossen Kuhaugen.

balz.bruder@chmedia.ch

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Balz Bruder

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