Persönlich

Solothurn gibt die rote Laterne ab

Olten hatte am längsten mit Auszählen.

Olten hatte am längsten mit Auszählen.

Nein, das ist für einmal keine politische Aussage, sondern eine sportliche. Und zwar in einer sportlichen Disziplin. Jener der Auszählung von Stimmzetteln. Nun, die Hauptstadt zeichnete sich immer wieder dadurch aus, dass sie den Rest des Kantons mit gebührender zeitlicher Verzögerung auf das endgültige Abstimmungsergebnis warten liess.

Doch die Auszeichnung ist seit dem 27. September in Gefahr. Streitig macht Solothurn ausgerechnet die Stadt Olten. Während geraumer Zeit waren am Sonntag 108 von 109 Gemeinden ausgezählt – doch Olten wollte und wollte nicht kommen. Erst kurz nach 16 Uhr war klar, dass die Gemeindeparlamentarier im Kanton künftig mit dem Auftrag über ein neues parlamentarisches Instrument verfügen. Und dabei kam es ausgerechnet auf die Stimmen aus der Dreitannenstadt an. Jedenfalls machten die Oltnerinnen und Oltner aus dem Nein doch noch ein Ja.

Was zu beweisen war: Sie haben sowohl einen Sinn für Dramaturgie (Stichwort Stadttheater) als auch einen solchen für Humor (Stichwort Kabaretttage). Und sie leben diese beiden Sinne nicht nur dann aus, wenn Schauspielerinnen und Schauspieler auf der Bühne stehen, sondern auch, wenn Stimmenzählerinnen und Stimmenzähler an der Arbeit sind.

balz.bruder@chmedia.ch

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Balz Bruder

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