Kommentar

Quereinstieg für Lehrerberuf: Eine gute Chance für Spätzünder

Es gibt zu wenige Lehrer. (Archiv)

Es gibt zu wenige Lehrer. (Archiv)

Daran, dass Lehrkräfte für Stellvertretungen momentan verzweifelt gesucht sind, ist vor allem das Corona virus schuld: Auch Lehrpersonen werden krank und müssen ersetzt werden. Aber auch ohne das Virus machte sich das Volksschulamt Gedanken darüber, wie im Kanton langfristig genug Lehrpersonen gefunden werden können. Schon vor 10 Jahren zeigte eine Analyse, dass die Zahl der Studierenden nicht ausreicht, um den Bedarf im Kanton abzudecken. Mit Ausbildungen für Quereinsteigende versuchten deshalb mehrere Kantone gemeinsam, einen Mangel zu verhindern.

Mit der neuen Ausbildung für Quereinsteigende an der FHNW wird dieser Ansatz weiter optimiert: Die neue Ausbildung ist gleich aus mehreren Gründen attraktiv für diejenigen, die sich nach einigen Jahren in einem anderen Beruf für die Arbeit als Lehrperson entscheiden. So bietet der Studiengang schon früh die Gelegenheit, Erfahrung im Schulzimmer zu sammeln. Damit verbunden ist der Vorteil, dass Studierende trotz Ausbildung ein Einkommen haben, mit dem sie über die Runden kommen.

Schön ist für sie auch, dass sie sich nicht mehr mit einem verkürzten Studiengang zufrieden geben müssen, sondern gleich lang studieren wie die anderen Absolventinnen und Absolventen der PH. Kritische Stimmen, die an der Qualität der Ausbildung für Quereinsteigende zweifeln, dürften damit zumindest ein bisschen leiser werden.

rebekka.balzarini@chmedia.ch

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