Kommentar

Neuer Partner – neue Chancen

Das Solothurner Tourismusforum 2020 fand am 14.Januar im Landhaus statt. Es stand im Zeichen der neuen Zusammenarbeit mit Aargau Tourismus.

Das Solothurner Tourismusforum 2020 fand am 14.Januar im Landhaus statt. Es stand im Zeichen der neuen Zusammenarbeit mit Aargau Tourismus.

Nach dem Austritt aus der Tourismusorganisation Jura Trois-Lacs kooperiert Solothurn Tourismus seit Anfang Jahr mit Aargau Tourismus.

Man braucht nicht Lokalpatriot zu sein, um zu behaupten, dass der Kanton Solothurn – zwischen Grenchen und Schönenwerd, Aeschi und Rodersdorf – einiges zu bieten hat. Ob, wie, mit wie viel Aufwand und mit welchen Partnern man diese Vorzüge vermarkten soll, dazu gab es allerdings bisher keinen kantonsweiten Konsens.

Das Bemühen des Vereins «Kanton Solothurn Tourismus», eine wirkungsvolle Dachorganisation aufzubauen, trägt bisher nur bescheidene Früchte. Stolpersteine sind – auch in dieser Frage – die geografische Zerrissenheit des Kantons und unterschiedliche Interessenlagen. Am aktivsten bewerben Stadt und Region Solothurn ihre Vorzüge als Ausflugs- und Tagungsdestination. Dies während zehn Jahren mit der Partnerorganisation Jura Trois-Lacs. Dort sei man aber ein «Anhängsel» geblieben, begründen die Solothurner die vollzogene Scheidung. Und gehen sogleich die nächste Liaison ein – in der schlimmstenfalls das gleiche Schicksal drohen könnte.

Für eine aktivere touristische Selbstvermarktung fehlt es dem Kanton an Geld und politischem Willen. Die Anbindung an die Aargauer Partner macht deshalb für Region Solothurn Tourismus durchaus Sinn, um auf der grossen touristischen Landkarte überhaupt sichtbar bleiben zu können. Weil Olten Tourismus bereits mit den Aargauern kooperiert, könnte dies auch ein neuer Anschub dafür sein, dass die Solothurner Regionen endlich die Chancen einer engeren Zusammenarbeit auch unter sich erkennen – und nutzen.

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