Persönlich

Mit Franz auf Achse

Franz kommt ursprünglich aus Tschoppenhof. (Symbolbild)

Franz kommt ursprünglich aus Tschoppenhof. (Symbolbild)

Nein, ehrlich: Franz ist ein Wahnsinn. 70 Lenze auf dem Buckel und noch immer so bewegt wie der Rheinfall bei Hochwasser. Woher ich das weiss? Im Auto sind wir gemeinsam durch’s Oberbaselbiet gefahren. Da lernst du beide kennen. Ihn und die Region. Franz ginge auch als beredter Geografielehrer durch, als Psychologe seiner engeren Heimat sowieso. Und auch als Soziologe, der die immerwährende Verwerfung zwischen Basel-Stadt und Basel-Landschaft irgendwie verständlich erklärt. Alles pausenlos.

Wer mit ihm durch die Ortschaften fährt, merkt zudem: Franz ist bekannt wie ein roter Hund. Steh’n in Liestal drei am Strassenrand – Franz kennt mindestens zwei von ihnen. Findet sich ein windschiefes Bauernhaus am Weg - Franz kennt dessen Geschichte und klar - die der Bewohner. Windet sich die Strasse in einer scharfen Kurve nach rechts oder links - Franz weiss, wem diese schon zum Verhängnis wurde. Ein Wunder, dass er den Mordfall in Seewen nicht eigenhändig aufgeklärt hat. Nun gut, das Dorf liegt im Solothurnischen. Wohl deshalb.

Ehrlich, dieser Mann ist ein Wahnsinn. Ursprünglich kommt er aus Tschoppenhof. Sie werden das Dorf unter diesem Namen nicht finden. Es braucht den Umweg über «Liedertswil». Aber wenn Sie nach «Franz» fragen im Oberbaselbiet, werden Sie mit ziemlicher Sicherheit direkt fündig.

Autor

urs huber

urs huber

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