Persönlich

Durchatmen

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Wir müssen noch einmal auf die Sache mit den Masken zu sprechen kommen. Wir tragen sie ja längst klaglos in Bus und Bahn. Und dass wir sie im Kanton Solothurn auch beim Einkaufen tragen müssen, ist nun zumindest keine wettbewerbsverzerrende Schikane mehr, denn mittlerweile ist das eidgenössischer Standard. Nun gibt es aber einen neuen Gummiparagrafen, der uns rätseln lässt, ob, wann und wo wir überhaupt noch unmaskiert einen Fuss vor die Haustür setzen dürfen: die Maskenpflicht im öffentlichen Raum im Freien.

Ich muss gestehen, ich hab mich neulich in verantwortungsloser Weise mit Kollegen in Solothurn zu einem Feierabendbier getroffen. Dort war das ein grosses Thema, was es denn nun heisst, dass die Maskenpflicht auch «in belebten Fussgängerbereichen» und überall dort gilt, wo der erforderliche Abstand nicht eingehalten werden kann. Gurzelngasse nur mit Maske, auf der Kreuzackerbrücke unbeschwertes Durchatmen erlaubt? Wir wurden uns nicht einig.

Ich für meinen Teil war bloss froh, wieder nach Hause zu kommen. Ich glaube, an dieser Stelle schon erwähnt zu haben, dass das in Olten ist. Und hier ist alles etwas einfacher: Man läuft ausserhalb des Bahnhofs garantiert nirgends Gefahr, in eine maskenpflichtige Zone zu geraten.

urs.moser@chmedia.ch

Autor

Urs Moser

Urs Moser

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