Persönlich

Die Velobremse ist schuld

Velofahren ist ganz schön anstregend, stellte die Autorin fest.

Velofahren ist ganz schön anstregend, stellte die Autorin fest.

In Zeiten von Corona habe ich meine Wochenenden statt in Restaurants, Bars und Museen daheim auf dem Sofa oder im Garten verbracht. Es war dank Netflix und meinem vollen Büchergestell nur halb so langweilig wie erwartet, und es hatte einen grossen Vorteil: Ich habe viel weniger ausgegeben als sonst. Also entschloss ich mich dazu, mir endlich ein Velo zu kaufen. Occasion versteht sich, weil so viel gespart habe ich dann auch wieder nicht.

Schnell wurde ich im Internet fündig, und ab sofort fuhr ich überall mit dem Velo hin. Und merkte schnell, dass mich das Velofahren wahnsinnig anstrengte. Ich war einigermassen schockiert. War das die Strafe für die Unmengen an Chips und Schokolade, die ich mir in den letzten Wochen gegönnt hatte? Oder hatten alle recht, die schon immer düster davor gewarnt hatten, dass es nach dem 30. Geburtstag plötzlich bergab gehe mit der Fitness?

Der Besuch beim Velomechaniker meines Vertrauens erlöste mich schliesslich von meinen Ängsten: Ich war mit einer angezogenen Bremse durch die Gegend gefahren. Jetzt macht mir das Velofahren doppelt so viel Spass. Und Chips und Schokolade gönne ich mir weiter.

rebekka.balzarini@chmedia.ch

Autor

Rebekka Balzarini

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