Fabienne, eine junge Architektin und Arbeitskollegin aus Solothurn, besuchte während einer gemeinsamen Baustellenbegehung Grenchen das erste Mal. Ein grauer, nebliger Novembertag mit Nieselregen begleitete unseren Besuch, und die Stadt Grenchen präsentierte sich nicht gerade von ihrer schönsten Seite. Wenn das nicht schon genug wäre, wurde doch das Auto von Fabienne zugeparkt, weil sie aus Versehen einen Mieterparkplatz benutzte.

Der erste Eindruck einer neuen Stadt oder Gegend ist entscheidend und prägt unser zukünftiges Meinungsbild stark. Darum hat sich der Gemeinderat in einem erweiterten Gremium, in zwei Workshops, intensiv mit dem Busbahnhof und der Gestaltung des Südbahnhofareals beschäftigt und auseinandergesetzt. Der erste Eindruck von Bahnreisenden nach Grenchen ist nun mal der Bahnhof mit der dazugehörenden Umgebung und Infrastruktur. Diese Situation wird mit der ausgewählten Projektvariante in naher Zukunft wesentlich verbessert. Ein Tor zur Stadt wird entstehen, mit einem hoffentlich positiven «aha Effekt» und Ausstrahlung über die Stadtgrenzen hinaus.

So hoffe ich doch auf eine zweite Chance für unsere junge Architektin, Grenchen als Jurasonnenseite-Stadt während einer anderen Gelegenheit, besser kennen zu lernen.

Weiter hat der Gemeinderat mit dem abgeschlossenen Projekt «Kompass Standortentwicklung» die Weichen für die Zukunft von Grenchen gestellt. Über die Parteigrenzen hinaus wurde das Strategiepapier unterstützt und unterzeichnet. Eine, noch nie dagewesene politische Einigkeit für die Sache und zum Wohle unserer Stadt und ihren Einwohnerinnen und Einwohner.

Somit rückt der Skandalfilm «die hässlichste Stadt der Schweiz» immer mehr in Vergessenheit und wird mit dem neuen, provokativen und selbstbewussten Imagefilm «Willkommen in Grenchen» komplett als Fehlinterpretation über unsere Stadt, abgetan. Der neue Film zeigt auf, wie sich unsere Stadt entwickelt hat und welche Vorzüge und Potenzial in ihr liegt.

Dieser frische Wind und das Selbstvertrauen nehmen wir gerne in das neue Jahr 2019 mit. Ein neues, spannendes und abwechslungsreiches Jahr. Ein Jahr mit vielen positiven Entwicklungen und Leuchtturm-Projekten. Die Umsetzung der Petition für die Schliessung der Bettlachstrasse während den Sommermonaten, das Attraktiveren des Marktplatzes oder der langersehnte Baubeginn der Sanierung des Turner- und Leichtathletikstadions sind nur ein paar wenige Projekte, welche im neuen Jahr hoffentlich so richtig Fahrt aufnehmen werden.

Positivere Schlagzeilen kann auch unser Regionalflughafen vermelden. Die Problematik der Flugsicherungsdienstleistung geht in eine neue Runde und wird durch das Bazl zusammen mit Skyguide neu ausgelegt und definiert. Hoffnung für die Zukunft auch für unseren Freizeit- Ausbildungs- und Businessflughafen. Auch für das Publikum wird im 2019 wieder einmal etwas geboten - weitere Details dazu werden demnächst folgen.

Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eine gesegnete Adventszeit, ein besinnliches Weihnachtsfest und einen angenehmen Jahreswechsel ins neue Jahr 2019.