Kommentar

Taxianbieter sollen von Uber lernen

«Um gegen den Fahrdienst Uber mit gleich langen Spiessen zu kämpfen, können sich die Taxi-Unternehmen nicht einfach auf die Schützenhilfe der Politik verlassen; sie müssen selber aufrüsten.» (Symbolbild)

«Um gegen den Fahrdienst Uber mit gleich langen Spiessen zu kämpfen, können sich die Taxi-Unternehmen nicht einfach auf die Schützenhilfe der Politik verlassen; sie müssen selber aufrüsten.» (Symbolbild)

Taxifahrer hätten es am liebsten, wenn Uber verboten würde. Oder zumindest so stark reguliert, dass das innovative Geschäftsmodell des amerikanischen Fahrdiensts nicht mehr funktioniert.

Ein heute im Ständerat diskutierter Gesetzesvorschlag will jedoch genau den umgekehrten Weg gehen: Die strengen Vorschriften für Taxifahrer sollen gelockert werden. So sollen diese gegen Uber besser bestehen können.

Damit ist die Sache aber noch nicht getan. Um gegen den Fahrdienst Uber mit gleich langen Spiessen zu kämpfen, können sich die Taxi-Unternehmen nicht einfach auf die Schützenhilfe der Politik verlassen; sie müssen selber aufrüsten. Und zwar technischer Art. Was die Taxianbieter in der Schweiz brauchen, ist eine gemeinsame App, die genauso gut funktioniert wie jene von Uber.

Der Kunde von heute will auf dem Smartphone mit einem Fingerwisch ein Taxi bestellen und am Ende der Fahrt ebenso einfach bezahlen. Dabei ist es ihm einerlei, von welchem Unternehmen das Taxi kommt; er will jenes, das am schnellsten bei ihm ist. Deshalb müssen sich die Taxianbieter zusammenschliessen und eine gemeinsame digitale Plattform entwickeln und bewerben.

Wenn die Schweizer Taxiunternehmen einen gleich guten Service wie Uber hinbekommen, werden mehr Leute Taxi fahren. Womit wiederum der Preis gesenkt werden kann. Weil die Fahrer auch tatsächlich unterwegs sind, statt am Taxistand zu warten, bis ein Fahrgast den Weg auf den Rücksitz findet.

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