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Die Versuche die Wintersaison zu retten sind das Gegenteil von sozialer Distanz

Die Wintersaison muss gut geplant werden.

Die Wintersaison muss gut geplant werden.

Die Sommersaison ist vorbei. Für viele Branchen wird es jetzt erst richtig schwierig. Es gilt den Herbst zu überstehen, das Weihnachtsgeschäft, die Wintersaison. Jedes Mal ist es coronabedingt Neuland. Jedes Mal müssen Branchen, welche die Krise bereits hart getroffen hat, erfinderisch sein: Gastronomie, Bergbahnen und der ganze Tourismus – und auch der Detailhandel.

Da hat es kleine Cafés, die an kalten Tagen schlicht nicht rentieren. Über den Winter machen sie lieber gleich zu. Oder Spielzeugläden, die an Weihnachten fast die Hälfte ihres Jahresumsatzes machen sollten, in die aber nur vier Kunden gleichzeitig eintreten dürfen. Herbstmessen können gar nicht stattfinden, Weihnachtsmärkte auch nicht.

Die Bergbahnen hoffen nun, dass es im Coronawinter statt einer Maske auch ein «Buff» tun könnte – ein spezieller Schal. Skifahrer zögen nur diesen Schal über die Nase. Und kramten nicht Masken aus der Tasche. Solche Hoffnungen mögen leicht skurril wirken, zumal sich das Vorbild dafür in Österreich fand, dessen Wintersportorte in der Coronakrise bisher nicht gerade brillieren.

Doch auch bei einem Schal geht es im Kern um das immerselbe Prinzip in der Virenbekämpfung: Mit Hilfe von Wissen und Technik den nötigen Abstand zu verringern. Für Skikabinen gilt das Gleiche wie für moderne Wirtschaften: Sie sind das Gegenteil von sozialer Distanzierung.

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