Künstliche Intelligenz

Alle müssen mitreden: Es geht um unsere Zukunft

Der Handschlag mit der künstlichen Intelligenz wird ein gefährliches Abenteuer für die Menschen.

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Künstliche Intelligenz bereitet vielen Unbehagen. Die EU will nun das Vertrauen in KI stärken. Der Kommentar.

Diffuse Ängste rund um das Thema künstliche Intelligenz lassen die Rufe nach einer Regulierung lauter werden. Darüber, wie diese aussehen soll, hat man bisher aber nur vage Vorstellungen. Das hat weniger mit der vermeintlichen Komplexität der Materie als mit der verfahrenen öffentlichen Debatte zu tun.

Da sich diese bislang vor allem auf technische Aspekte beschränkt hat, war es Konzernen wie Google möglich, den Diskurs zu dominieren und von allen, die mitreden wollten, technische Kompetenz einzufordern. Die Realität zeigt aber, dass diese Forderung weder haltbar noch zielführend ist.

Nicht nur haben die wenigsten die Musse, sich durch Fachartikel über maschinelles Lernen zu kämpfen. Auch hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass es möglich ist, Vorschriften zu neuen Technologien zu entwickeln, ohne über Informatikkenntnisse zu verfügen.

Gesetzgeber und Öffentlichkeit müssen nicht wissen, wie ein Flugzeug funktioniert, um den Flugverkehr zu regeln. So geht es auch bei der künstlichen Intelligenz nicht darum, einzelne Anwendungen zu regulieren, sondern was die Menschen damit anstellen. Dass die Silicon-Valley-Technokraten einen so grossen Einfluss auf die Agenda haben, ist obsolet. Alle müssen mitreden – es geht um unsere Zukunft.

gregory.remez@chmedia.ch

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