Coronapandemie
Radikale Antwort: Israel und Saudi-Arabien machen wegen des mutierten Virus die Grenzen dicht

Ausländer dürfen nicht mehr in die beiden Länder einreisen. Auch die Schweiz hat die Massnahmen für britische Reisende verschärft.

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Wie ausgestorben: Israels Küstenmetropole Tel Aviv.

Wie ausgestorben: Israels Küstenmetropole Tel Aviv.

Keystone

Angesichts der Ausbreitung einer neuen, besonders ansteckenden Variante des Coronavirus hat Israel seine Einreisebeschränkungen verschärft. Das Kabinett entschied am Montag, Ausländern aus allen Ländern die Einreise zu verbieten. Zurückkehrende Israelis müssen ab Mittwoch zur Quarantäne für mindestens zehn Tage in speziell hergerichtete Coronahotels. Für Rückkehrer aus Grossbritannien, Südafrika und Dänemark gelten die verschärften Coronaregeln ab sofort. Die neuen Vorschriften gelten zunächst für zehn Tage, können aber noch verlängert werden.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu liess sich als als erster Israeli impfen.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu liess sich als als erster Israeli impfen.

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Auch Israels Fast-Nachbar Saudi-Arabien schloss gar seine Flughäfen für alle internationalen Flüge. Auch sämtliche saudischen Häfen und Grenzübergänge bleiben vorläufig zu.

Schweiz verhängt Quarantäne für Grossbritannien-Rückkehrer

Auch die Schweiz hat ihre Massnahmen mit Blick auf das mutierte Virus verschärft und eine rückwirkende Quarantäne für Menschen verhängt, die aus Grossbritannien und Südafrika eingereist sind. In beiden Ländern ist das mutierte Virus bereits nachgewiesen worden. Konkret heisst das: Wer seit dem 14. Dezember aus diesen Ländern in der Schweiz angekommen ist, muss zehn Tage in die Quarantäne. Die neue Virus-Variante ist in der Schweiz bislang noch nicht nachgewiesen worden.

Der Flugverkehr mit den beiden Ländern war bereits seit Mitternacht verboten. Für Heimreisende würden Ausnahmeregelungen erwägt. Für Personen mit Wohnsitz in aus Grossbritannien wurde bis 31. Dezember zudem ein grundsätzliches Einreiseverbot erlassen.

Fast sämtliche Flugverbindungen sind gekappt

Der Flugverkehr mit den beiden Ländern war bereits seit Mitternacht verboten. Für Heimreisende würden Ausnahmeregelungen erwägt. Für Personen mit Wohnsitz in aus Grossbritannien wurde bis 31. Dezember zudem ein grundsätzliches Einreiseverbot erlassen.

Stau in Grossbritannien: Die Verbindungen zum europäischen Festland sind gekappt, für Lastwagen gibt es kein Durchkommen mehr.

Stau in Grossbritannien: Die Verbindungen zum europäischen Festland sind gekappt, für Lastwagen gibt es kein Durchkommen mehr.

Keystone

Auch zahlreiche andere Länder haben die Flugverbindungen von und nach Grossbritannien vorerst eingestellt. Dazu gehören Deutschland und die meisten anderen EU-Staaten, aber auch Norwegen, Indien, Hongkong und Kanada. Malta verordnete eine Quarantäne für Reisende aus Grossbritannien. (dpa/sas)