Dallas
Biden zu Geiselnahme in Synagoge in Texas: «Das war ein Terrorakt»

Ein bewaffneter Mann hatte während des Gottesdienstes in einer Synagoge in der Kleinstadt Colleyville vier Geiseln genommen. Er wollte damit wohl eine in Texas inhaftierte pakistanische Terroristin freipressen.

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Bei einem Besuch in Philadelphia verurteilte Präsident Joe Biden verurteilte die Geiselnahme in Texas.

Bei einem Besuch in Philadelphia verurteilte Präsident Joe Biden verurteilte die Geiselnahme in Texas.

Keystone

US-Präsident Joe Biden hat die Geiselnahme in einer Synagoge im US-Bundesstaat Texas als terroristische Tat verurteilt. «Das war ein Terrorakt», sagte Biden am Sonntag am Rande eines Termins in Philadelphia. Der Demokrat lobte den Einsatz der Polizei, bei dem alle Geiseln unverletzt freikamen. «Sie haben einfach grossartige Arbeit geleistet.»

Ein Mann hatte am Samstag in einer Synagoge in der Stadt Colleyville nahe Dallas mehrere Geiseln genommen. Nach stundenlangen Verhandlungen mit dem Geiselnehmer drangen Spezialkräfte am Abend (Ortszeit) in das Gebäude ein und befreiten die Geiseln. Diese blieben unverletzt. Der Geiselnehmer kam ums Leben. Wie genau, liess die Polizei zunächst offen. Auch zu den Hintergründen hielten sich die Behörden offiziell bedeckt. US-Medien berichteten unter Berufung auf Ermittlerkreise, der Geiselnehmer habe eine in Texas inhaftierte pakistanische Wissenschaftlerin freipressen wollen, die 2010 wegen versuchten Mordes an US-Soldaten in Afghanistan verurteilt wurde.

Die Polizei gab am Sonntag die Identität des Geiselnehmers bekannt: Demnach handelte es sich um einen 44 Jahre alten britischen Staatsbürger. Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass weitere Personen involviert waren, hiess es weiter. (dpa)

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