Super League

FCB gewinnt deutlich gegen GC mit 4:0 und baut Vorsprung aus

Basel entscheidet das Spiel gegen GC deutlicher als erwartet und trotz einem Mann weniger mit 4:0 für sich. Michael Lang trifft zwei Mal gegen seinen Ex-Club.

Als Kim Källström den Platz verliess, konnte er nur noch den Kopf schütteln. Soeben war für den Captain der Grasshoppers und sein Team ein Nachmittag der ganz bitteren Art zu Ende gegangen. Gleich mit 0:4 hatten die Zürcher das Spiel des Tabellenzweiten gegen den Leader verloren und den Rückstand auf den designierten Meister auf 15 Punkte anwachsen lassen.

Wann darf wieder Basel jubeln?

Darüber, dass der FC Basel zum siebten Mal in Folge den Titel gewinnt, gibt es nun definitiv keine Zweifel mehr. Der FCB hat die letzten vier Partien mit einem Torverhältnis von 12:0 gewonnen. Es stellt sich nur noch die Frage, wann das Verdikt auch mathematisch feststeht. Es war eine meisterliche Machtdemonstration des FC Basel an diesem verregneten Nachmittag vor 9500 Zuschauern im Letzigrund. Er hatte die Partie von der ersten bis zur letzten Minuten im Griff gehabt, auch wenn GC-Trainer Pierluigi Tami hinterher sagte, sein Team sei in der Startphase besser als der Gegner gewesen. Es war beeindruckend, wie stilsicher Basel auftrat; mit Renato Steffen anstelle von Birkir Bjarnason erstmals in der Startformation und angeführt von einem vor Spielfreude strotzenden Regisseur Matias Delgado. Es ist Trainer Urs Fischer nur zuzustimmen, wenn dieser seiner Mannschaft eine «sehr reife Leistung» bescheinigte.

Diese hatte im Verlaufe dieser Saison gewiss nicht immer von Beginn weg so dezidiert nach vorne gespielt wie gestern. So, als wollte sie sich möglichst schnell für die unglückliche 2:3-Heimniederlage vom 8. November revanchieren. Sie nützte die ersten beiden Eckbälle zu zwei Toren durch Michael Lang (12.) und Marek Suchy (20.), und sie liess sich auch nicht aus dem Tritt bringen, als sich Marc Janko nach einer halben Stunde in die Kabine verabschiedete. Der Österreicher hatte Moritz Bauer ohne Not derb gefoult. «Wie solidarisch wir danach aufgetreten sind, hat mich gefreut», sagte Fischer.

Kein Tor für Embolo zum Geburtstag

Seine Equipe hatte nicht nur die 2:0-Führung problemlos verwaltet, nein, sie hatte nach der Pause in Unterzahl das Ergebnis gar auf 4:0 ausgebaut. Nach 53 Minuten hatte der überragende Rechtsverteidiger Lang ein Zuspiel Delgados aufgenommen und wuchtig ins Netz getroffen, in der Nachspielzeit dann Luca Zuffi nach einem Doppelpass mit Steffen den vierten Basler Treffer erzielt. «Wir waren sehr effizient», sagte am Tag seines 19. Geburtstags Breel Embolo, der vorerst geglaubt hatte, er sei der Torschütze zum 2:0 gewesen. Es war indes eindeutig Suchy, der den von Philippe Senderos abgelenkten Schuss Embolos über die Linie spedierte. Doch dies konnte Embolo, der von einer «Klasseleistung» des FCB sprach, schliesslich egal sein.

Für Tami waren aber weder das 0:1 noch das 0:2 der Knackpunkt des Spiels. «Das 0:3 schon neun Minuten nach der Pause war entscheidend», sagte der Tessiner. «Ich hatte zuvor geglaubt, es sei noch möglich, in Überzahl ein 0:2 aufzuholen.» Doch bei den Zürchern hatte kaum einer einen guten Tag erwischt. Goalie Joël Mall war beim 0:1 kein Beherrscher des Fünfmeterraums gewesen, Källström ein Spielmacher ohne Einfluss und Skorerkönig Munas Dabbur blass wie selten. Erstmals in dieser Saison hatte GC kein Tor erzielt. Daran keine Schuld traf Senderos, der bei seinem Comeback in der Super-League nach mehr als 13 Jahren eine mässige Vorstellung gab. Eine Hilfe war er seinem Team noch nicht. Was jedoch auf Gegenseitigkeit beruht.

Lesen Sie hier die Partie im Liveticker nach:

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