FC Basel

Der FCB sinnt in der Ostschweiz auf Revanche

Nach zwei Bruchlandungen gegen St. Gallen wollen die Basler (fallend Kakitani) Revanche.

Nach zwei Bruchlandungen gegen St. Gallen wollen die Basler (fallend Kakitani) Revanche.

Nach dem Ausscheiden in der Champions League kehrt der FC Basel morgen zurück in den Alltag. Gegner ist der FC St. Gallen, gegen den Rot-Blau etwas gutzumachen hat.

Ein kleines bisschen schimmert am Freitagmorgen durch, dass Paulo Sousa noch nicht ganz über das Ausscheiden in der Champions League hinweg ist. "Nüchtern betrachtet war es doch so: Porto hat vier Tore mit Weitschüssen erzielt und sonst keine grossen Chancen mehr gehabt", blickt er zurück - eine etwas gar einfache Sicht der Dinge. Malt sich der Portugiese etwa aus, was gewesen wäre, hätte Goalie Tomas Vaclik einen Sahnetag erwischt? Hätte Gashi kurz vor der Pause statt knapp daneben ins Tor getroffen? Sousa will dann doch nicht mehr näher darauf eingehen, sondern richtet den Blick auf den Alltag. Super League, AFG-Arena in St. Gallen, Sonntag 16 Uhr.

Auf den ersten Blick geht der FCB  - wie eigentlich immer in der Super League - als haushoher Favorit in die Partie. Doch nimmt man nur die zwei bisherigen Saisonspiele gegen St. Gallen zum Massstab, ist Rot-Blau für einmal in der Rolle des Herausforderers. Zwei Mal nämlich verlor man gegen die Mannschaft von Trainer Jeff Saibene. Warum? "Weil wir zwei Mal keinen guten Tag erwischt haben und es jeweils fragliche Schiedsrichterentscheide gab", sagt Sousa. Doch gebe es noch mehr Gründe für die Probleme mit den Ostschweizern: "Sie sind physisch sehr stark, in der Defensive gut organisiert und mental eine gefestigte Truppe." Und zum Schluss könnte auch die extra Portion Motivation den Ausschlag gegeben haben. Sousa: "Jeder will uns schlagen, wir sind der FC Basel!"

Safari: "Die Stimmung ist sehr gut"

"Wir haben gegen St. Gallen auf jeden Fall etwas gutzumachen", sagt Behrang Safari. Der Schwede erzählt, die Stimmung im Team sei nach dem Ausscheiden im Europacup "sehr gut". Viel besser als vor Jahresfrist, als ein 0:5 in Valencia die internationale Reise des FCB stoppte. Damals erlangten die internen Unruhen um Ex-Trainer Murat Yakin einen neuen Höhepunkt, der selber goss mit dem Spruch "einige Spieler können sich in Sion die Berge anschauen" zusätzlich Öl ins Feuer.

"Wir können das Ausscheiden akzeptieren, weil Porto einfach besser war", sagt Safari. Seine Mannschaft habe nicht einmal besonders schlecht gespielt. Der Schwede wähnt den FCB gar nahe an der Form, die er Ende der Vorrunde innehatte. "Es fehlt nicht viel. Das Vertrauen ist bei allen zurück."

In St. Gallen muss der FCB auf jeden Fall ohne den Ägypter Ahmed Hamoudi auskommen - Muskelprobleme. Fraglich sind Fabian Schär (Knöchelverletzung), Fabian Frei (Knieschwellung) und Shkelzen Gashi (Knöchelverletzung). Sollte Schär, der am Freitag nicht mittrainierte, ausfallen, stellt sich die Frage nach seinem Ersatz. Der 36-jährige Walter Samuel? Nach den Worten von Sousa eher nicht: "Er ist ein Spieler, der länger als andere braucht, um sich zu erholen. Das ist aber keine Frage des Alters!" Eine Alternative im Abwehrzentrum ist Taulant Xhaka, für den dann auf rechts Philipp Degen zu einem seiner derzeit seltenen Einsätze kommen könnte.

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