FC Basel

Der FC Basel gewinnt dank zwei Toren von Marc Janko 2:0 gegen Thun

Die erste Halbzeit war schwach, die zweite nur minim besser, aber dank zwei Toren von Marc Janko konnte der FCB am Ende souverän gegen den FC Thun gewinnen. Somit geht man mit 10 Punkten Vorsprung auf GC in die Winterpause.

Noch wäre es ein bisschen voreilig, dem FC Basel ein gänzlich ungetrübtes Weihnachtsfest zu prophezeien. Zwar ist die Europa-League-Partie am Donnerstag in Polen nicht mehr von grosser Bedeutung, der Gruppensieg ja in trockenen Tüchern, doch mit dem Cupviertelfinal vom nächsten Sonntag wartet in Sion noch eine ziemlich heikle Aufgabe. Mit einem Spiel, welches für die Bewertung der Vorrundenbilanz nicht ganz unwichtig ist.

Was die Super League betrifft, das lässt sich nach dem 18. Spieltag sagen, verdient der FCB aber gewiss ein gutes Zeugnis. Er befindet sich nach dem 2:0 in Thun auf einem richtig guten Weg zum siebten Titel in Serie. Mit dem sechsten Auswärtssieg schraubte er sein Punktekonto auf 43, ein Wert, den in der Super League seit der Saison 2003/2004 kein Klub mehr erreicht hat. Damals ging der FCB mit nicht weniger als 52 Zählern und einem Vorsprung von 14 Punkten auf YB in die Winterpause.

«Die Bilanz ist solid», sagte untertreibend Urs Fischer. Er hätte durchaus das Wörtchen «gut» verwenden dürfen. Vor allem auch angesichts des komfortablen Vorsprungs von nun zehn Punkten, nachdem die Grasshoppers am frühen Sonntagnachmittag in Lugano mit 1:4 verloren hatten. «Wir haben sicher einiges richtig gemacht und hart gearbeitet», sagte Fischer, «aber eine gewisse Inkonstanz ist halt schon noch da. Ich wünsche mir, dass wir noch häufiger eine gute Leistung über 90 Minuten abrufen können.»

Lieblingsgegner Thun

Als Beispiel dafür konnte gut die Partie in Thun herhalten. Zwar gab es auch im zwölften Spiel in Folge gegen die Oberländer keine Niederlage zu beklagen und der 2:0-Sieg vor 7156 Zuschauern ging am Ende auch in Ordnung, doch in der ersten Halbzeit hatte einiges nicht gepasst bei Rotblau. «Wir waren zu fehleranfällig, das Passspiel war zu ungenau und wir luden die Thuner ein, ihre Stärke, das Umschaltspiel, auszuspielen.»

Die Gastgeber, obwohl wie die Basler mit einer langen Absenzenliste konfrontiert, taten dem Favoriten weh, pressten und störten auf dem Kunstrasen mit Hingabe und hatten durch den früheren Basler Roman Buess auch drei Mal die Chance, das 1:0 zu erzielen, aber zwei Mal verhinderte der Basler Ersatzgoalie Germano Vailati einen Treffer, einmal wehrte Aufbauer Taulant Xhaka ab.

Es waren zwar keine hundertprozentigen Chancen gewesen, aber durchaus solche, die auch schon zu Toren geführt haben. «Es wäre für uns mehr drin gelegen», sagte hinterher der Thuner Trainer Jeff Saibene, der trotz dem ungünstigen Ergebnis mit der Vorstellung seines Teams zufrieden war und sich über das erstaunlich starke Debüt des 18-jährigen Linksverteidigers Colin Trachsel freuen durfte. Saibene weiss: Kann sein Team die gestrige Leistung am nächsten Samstag im Cupheimspiel gegen den FC Zürich abrufen, dann sind die Chancen gut, in den Halbfinal einzuziehen.

Deutliche Steigerung nach dem Pausentee

Dass es gegen Basel nicht wenigstens zu einem Punkt gereicht hatte, war vor allem auch der Qualität der Gäste geschuldet gewesen. Denn diese hatten sich mit Beginn der zweiten Halbzeit deutlich gesteigert. Sie hatten das Tempo erhöht, waren dezidierter in die Zweikämpfe gegangen und passgenauer geworden. Kurz: Sie hatten viel besser gespielt als in den mühsamen ersten 45 Minuten. Und Fischer lag nicht daneben, als er sagte, das 1:0 für den FCB sei für ihn dann nur eine Frage der Zeit gewesen.

Dieses Führungstor war nach 67 Minuten gefallen, als Marc Janko aus der Versenkung aufgetaucht war und die Hereingabe von Rechtsverteidiger Michael Lang ins Tor befördert hatte. Weil sich das Szenario nur drei Minuten später wiederholte, war der Match nach 70 Minuten gegen die allmählich resignierenden Gastgeber entschieden.

Janko hatte die Flanke des nun sehr initiativen Lang im Stile eines Toptorjägers zu seinem 13 Ligatreffer verwertet und führt nun mit zwei Treffern Vorsprung vor Munas Dabbur von GC die Torschützenliste an. Er hat damit schon mehr Tore erzielt als Vorgänger Marco Streller bei 24 Einsätzen in der gesamten letzten Saison. Wäre er doch bloss im entscheidenden Champions-League-Qualifikationsspiel in Tel Aviv nicht ausgefallen.

Das Spiel zum Nachlesen im Live-Ticker von Céline Feller: 

Matchtracker: FC Thun - FC Basel

ScribbleLive FC Thun - FC Basel

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