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Der FC Basel gewinnt dank starken 30 Minuten mit 3:0 gegen Luzern

33 starke Minuten in der ersten Halbzeit haben dem FCB gereicht, um gegen ein überraschend harmloses Luzern drei Tore zu schiessen. Die Tore von Bjarnason, Calla und Elneny reichten dann auch aus, weil sich Luzern nicht mehr wehren konnte.

Nach 32 Minuten war klar, dass die aufwendige Recherche tief im Archiv nicht nötig werden würde. Die Antwort nicht geliefert werden musste auf die Frage, wann denn der FC Basel zum letzten Mal drei Meisterschaftsspiele hintereinander innerhalb derselben Saison verloren hatte.

«In der Ehre verletzt»

Denn mit bereits drei Toren Vorsprung führte zu jenem Zeitpunkt der FCB gegen Luzern. Er hatte eindrücklich auf die beiden Niederlagen in der Super League gegen GC und St. Gallen geantwortet und Statistikfreaks den Zahn gezogen. Dem Luzerner Trainer Markus Babbel blieb hinterher nur zu sagen: «Man spürte, dass sie in der Ehre verletzt waren, so körperbetont, wie sie gespielt haben.»

3:0 also führte der Serienmeister nach Toren von Birkir Bjarnason (7.), Davide Callà (26.) und Mohamed Elneny (32.), und es stellte sich in jenem Moment nur die Frage, ob der FCB in seinem letzten Heimspiel 2015 weiter ernst machen und die Zentralschweizer Gäste so richtig zerzausen würde.

Mohamed Elnenys Treffer in der 32. Minute.

Mohamed Elnenys Treffer in der 32. Minute.

Er tat es nicht. Lieber verwaltete er souverän das Ergebnis und lancierte bis Ende der Partie nicht mehr viele gefährliche Angriffe. Pfiffe musste er im gut gefüllten St. Jakob-Park nicht befürchten. Zu eindrücklich hatte er zuvor die Luzerner Hoffnungen zerstört, gegen einen möglicherweise müden Gegner den Coup vom April zu wiederholen, als ihnen in diesem Stadion ein 2:1-Sieg gelungen war. «Damals hatten wir die Überzeugung, ein Sieg sei möglich. Diesmal nicht», sagte Babbel.

Basel gut erholt

Er und seine Luzerner hatten ganz schnell zur Kenntnis nehmen müssen, wie gut erholt von den Anstrengungen des Donnerstags sich die Basler präsentierten. Was vor allem deshalb erstaunlich und zugleich imponierend war, weil der FCB in der Europa League einen Kraftakt erbracht hatte, um gegen die Fiorentina einen 0:2-Rückstand wettzumachen und sich frühzeitig als Gruppensieger feiern zu lassen.

Natürlich hatte es ihnen in die Karten gespielt, dass Luzern auf den gesperrten Abwehrhünen Tomislav Puljic verzichten musste und dessen Ersatz François Affolter derart schlecht spielte, dass Birkir Bjarnason früh das 1:0 schiessen durfte. Und es war gewiss auch wegweisend gewesen, dass Sebastian Schachten und zweimal Dario Lezcano noch vor Ablauf einer Viertelstunde ihre hochkarätigen Chancen nicht zum 1:1 genützt hatten.

Der kreative Delgado

Das grosse Plus des FCB aber war seine gnadenlose Effizienz. Er bestrafte Luzerns Abwehrzauderer mit dem 2:0 von Callà nach einem Kopfball von Marc Janko. Und er entzückte das Publikum beim 3:0 mit einer selten schönen Ballstafette. Die Basler kombinierten wie Barcelona und es wurde ersichtlich, welchen Wert für die Mannschaft Captain Matias Delgado bezüglich Kreativität noch haben kann.

«Wir waren von der ersten Minute an präsent», sagte Urs Fischer. Dem FCB-Trainer hatte besonders gefallen, dass sein Team nach der frühen Führung unbedingt hatte nachlegen wollen und dieses Ziel mit dem 2:0 und 3:0 auch erreichte. «Dass es sich danach etwas zurückhielt, kann ich verstehen», sagte Fischer nach dem 29. Pflichtspiel und vor den abschliessenden Partien in Thun, Posen und Sion.

Die relative Ereignislosigkeit auf dem Platz hatte indes die Chance geboten und es erlaubt, der eingangs gestellten Frage doch nachzugehen. Nicht der Aktualität gehorchend, einfach aus «Gwunder». Die Antwort: Nach einem 0:2 gegen den FCZ und einem 2:3 auf der Schützenmatte gegen Lausanne verlor der FCB am 25. Februar gegen Servette 0:3. Nur ein paar Tage nach Breel Embolos viertem Geburtstag und ein paar Wochen vor der Eröffnung des St. Jakob-Parks am 15. März 2001 …

Lesen Sie hier die Partie in unserem Liveticker nach:

Matchtracker: FC Basel - FC Luzern

ScribbleLive FC Basel - FC Luzern

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