FC Aarau

Schadensbegrenzung steht beim FC Aarau klar im Fokus

Mit drei Punkten gegen Le Mont will FCA-Trainer Marco Schällibaum heute den Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze möglichst klein halten.

Mit drei Punkten gegen Le Mont will FCA-Trainer Marco Schällibaum heute den Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze möglichst klein halten.

Der FC Aarau beschliesst die Vorrunde heute mit dem Heimspiel gegen Le Mont. Eine grosse Frage stellt sich: Wer spielt neben Olivier Jäckle in der Innenverteidigung? Wir haben vier mögliche Varianten zur Auswahl.

Der FC Aarau hat seit dem Abstieg aus der Super League im vergangenen Sommer enttäuscht. Nur zwei Siege und 15 Punkte stehen vor dem letzten Spiel der Hinrunde gegen Le Mont auf dem Konto des FCA. Das ist viel zu wenig. Seit dem vergangenen Wochenende und dem 0:0 im Kantons-Derby in Wohlen ist klar: Die Aarauer beschliessen die erste Saisonhälfte als Schlusslicht der Challenge League.

«Umso wichtiger ist, dass wir gegen Le Mont die drei Punkte holen», sagt Trainer Marco Schällibaum und ergänzt: «Rein psychologisch ist es wichtig, dass wir zum Start der Rückrunde möglichst nahe dran sind.» Zu retten ist die Hinrunde heute nicht mehr, aber zumindest punktemässig kann der FCA noch Schadensbegrenzung betreiben.

Seit dem Amtsantritt des 53-Jährigen Mitte Oktober holte der FCA in fünf Meisterschaftsspielen nur zwei Punkte. Selbstredend, dass Schällibaum mit seiner Bilanz nicht zufrieden ist. «Das bin ich mir nicht gewohnt. Bisher habe ich jeweils gleich eingeschlagen», sagt er. Trotzdem bereut er sein Engagement in Aarau nicht: «Ich fühle mich wohl hier. Natürlich leiden wir im Moment, aber es fehlt nicht viel.»

Ein Blick auf die vergangenen beiden Partien in Neuenburg (0:2) und in Wohlen (0:0) stützt seine Aussage: Gegen Xamax scheiterten seine Spieler gleich mehrfach an der Torumrandung, gegen Wohlen immer wieder am überragend aufspielenden Goalie Flamur Tahiraj. «Es war unglaublich. Der Ball wollte in diesen Spielen einfach nicht rein», sagt Schällibaum. Seit Anfang Woche trainiert ein junger Testspieler aus Brasilien mit dem FCA. Damit zeigen die Klub-Verantwortlichen, dass die Suche nach den ein bis zwei neuen Stürmern für die Rückrunde bereits auf Hochtouren läuft.

Wer verteidigt neben Olivier Jäckle?

Neben den hinlänglich bekannten Problemen im Angriff tut sich Schällibaum nun auch noch eine Baustelle in der Defensive auf. Neben Juan Pablo Garat, der die letzte seiner drei Spielsperren absitzt, fehlt dem FCA heute auch Marco Thaler, der in Wohlen seine vierte gelbe Karte der laufenden Saison kassierte. So steht Schällibaum gegen Le Mont mit Olivier Jäckle nur noch ein gelernter Innenverteidiger zur Verfügung. Schlaflose Nächte bereitet dies dem Trainer aber nicht. «Ich sehe mehrere valable Alternativen», sagt er. Diese könnten wie folgt aussehen:

Variante 1: Miguel Peralta, der bereits gegen den FC Wohlen im FCA-Aufgebot figurierte, spielt als rechter Aussenverteidiger. Igor Nganga rückt dafür in die Innenverteidigung.

Variante 2: Bruno Martignoni, der in Wohlen verletzt fehlte, ist wieder fit. Der 22-Jährige spielte diese Saison schon mehrmals als Innenverteidiger.

Variante 3: Sandro Burki läuft in der Innenverteidigung auf, Michael Perrier spielt auf der Sechs und im Falle einer Doppelsechs könnte Fabian Stoller neben der Sion-Leihgabe zu seinem Debüt im FCA-Dress kommen.

Variante 4: Stoller gibt seinen Einstand als Innenverteidiger. Der gelernte Mittelfeldspieler hat diese Position in seiner Karriere auch schon öfters bekleidet.

Der gewonnene Cup-Achtelfinal gegen Le Mont (2:0) hat indes gezeigt, dass die FCA-Offensive stärker im Fokus stehen dürfte als die Defensive. Zumal Schällibaum und Co. die Hinrunde unbedingt mit einem Heimsieg abschliessen wollen. Neben Garat und Thaler muss der FCA-Trainer auf Ridge Mobulu, der erst in der Rückrunde wieder einsatzbereit sein wird, sowie auf den von Muskelproblemen geplagten Petar Sliskovic verzichten.

Aarau - Le Mont: Anpfiff um 17.45 Uhr

Meistgesehen

Artboard 1