FC Aarau

Ein Juve-Talent verstärkt den FCA-Sturm

Aaraus erster Neuzugang: Zoran Josipovic (hier im Trikot von Lugano)

Aaraus erster Neuzugang: Zoran Josipovic (hier im Trikot von Lugano)

Zoran Josipovic verstärkt ab sofort die Offensive des Tabellenletzten der Challenge League. Der 20-jährige Schweizer war in der Hinrunde bereits an Lugano ausgeliehen, kam dort allerdings nur zu zehn Teileinsätzen.

Es ist nicht der grosse Coup. Aber immerhin eine erste Absichtserklärung, das Stürmerproblem lösen zu wollen. Der FC Aarau leiht von Juventus Turin Zoran Josipovic bis Ende Saison aus. Dieser wird am Donnerstag zum Trainingsauftakt erwartet. Am Freitag soll der Vertrag unterschrieben werden.

Josipovic wer? Der 20-Jährige ist in Mendrisio zur Welt gekommen und wechselte 2011 von Chiasso zu Juventus Turin, wo er noch bis 2017 unter Vertrag steht. Bei den Juniorenteams von Juventus konnte sich der fünffache Schweizer Nachwuchs-Internationale indes nie durchsetzen. Weshalb der 1,91 m grosse Stürmer immer mal wieder ausgeliehen wurde. Im Sommer 2013 für eine Saison zum Serie-B-Klub Novara (4 Spiele/0 Tore). Ein Jahr später an Lugano.

Wo er in der letzten Saison zu sieben Einsätzen (1 Tor) in der Challenge League und in der aktuellen Spielzeit auf zehn (1 Tor) in der höchsten Schweizer Spielklasse kam. Wobei er bei seinem Super-League-Debüt zur tragischen Figur wurde. Eingewechselt in der 62. Minute, kassierte Josipovic nur 14 Minuten später einen Platzverweis. Kurz darauf erzielte der FC St. Gallen die beiden Treffer zum 2:0.

Ein Juve-Talent verstärkt den FCA-Sturm

Zoran Josipovic bei Juventus 2015.

«Josipovic ist ein grosses Talent», begründet Aaraus Sportchef Raimondo Ponte den Transfer. «Aber es wäre falsch, ihn als Lösung unserer Offensivprobleme zu betrachten. Diesem Druck kann er mit 20 nicht gewachsen sein.» Zur Erinnerung: Aaraus Stürmer Petar Sliskovic und Mart Lieder haben in der Vorrunde nur je einen Treffer erzielt. Weil Josipovic ein Perspektivspieler ist, sucht Ponte weiter intensiv nach einem erfahrenen Torgaranten. Namen nennt er aber keine.

Das Interesse an Frontino

Gesprächiger ist Aaraus Sportchef in der Causa Gianluca Frontino (26). Der hochtalentierte offensive Mittelfeldspieler sieht in Thun keine Zukunft mehr, weil er Differenzen mit Trainer Jeff Saibene hat. Doch neben dem FC Aarau bekunden auch Winterthur und Schaffhausen Interesse an Frontino. Es würde nicht überraschen, wenn auch der potente FC Wil ins Bieterverfahren einsteigt.

Apropos Bieterverfahren: Glaubt man, was in der Szene der Spielerberater diskutiert wird, stehen dem FC Aarau schwierige Zeiten bevor. Denn die Aarauer werden künftig den Spielervermittlern keine Provisionen bezahlen. Weder, wenn ein neuer Spieler verpflichtet wird, noch bei einer Vertragsverlängerung. «Stimmt», sagt Ponte. «Wir bezahlen lieber dem Spieler etwas mehr. Dem Spieler selbst ist es vorbehalten, einen Teil des Lohnes seinem Berater abzuliefern. Ich habe aber keine Bedenken, dass wir wegen dieser Massnahme bei Transfers in die Röhre gucken. Einerseits, weil man als Berater mit Transfers in der Challenge League nicht reich wird. Andererseits, weil immer viele Spieler auf dem Markt sind.»

Meistgesehen

Artboard 1