Aus Sicherheitsgründen

Ausgesperrte FCZ-Fans: Der FC Aarau befürchtet massiv weniger Einnahmen

Aufgrund akuter Sicherheitsbedenken hat die Kantonspolizei verfügt, dass bei der Begegnung FC Aarau – FC Zürich vom nächsten Samstag keine Gästefans zugelassen werden. Der FC Aarau wollte dies mit allen Mitteln verhindern

In Aarau steht am kommenden Samstag die Super League-Begegnung FC Aarau – FC Zürich an. Wie vor jedem Spiel habe die Kantonspolizei Aargau eine sorgfältige und umfassende Risikobeurteilung vorgenommen, wie die Kantonspolizei Aargau in einer Medienmitteilung vom Donnerstag schreibt.

Kapo Aargau greift durch: FCZ-Fans werden rigoros ausgesperrt. Auch FCA-Anhänger, die noch kein Ticket haben, gucken buchstäblich in die Röhre.

Kapo Aargau greift durch: FCZ-Fans werden rigoros ausgesperrt. Auch FCA-Anhänger, die noch kein Ticket haben, gucken buchstäblich in die Röhre.

In jüngster Vergangenheit hätten sich Risikofans des FC Zürich bei Spielen ihrer Mannschaft «mehrfach für gewalttätige Ausschreitungen grösseren Ausmasses verantwortlich» gezeigt, so die Polizei. Damit ist vor allem das Spiel in Basel gemeint. Die Partie musste unterbrochen werden, weil FCZ-Fans unter anderem Petarden zündeten und nach dem Match den Bahnverkehr vorübergehend lahmlegten. 

Zürcher Fans randalieren vor Cupfinal und richten Sachschäden an

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Die Beurteilung habe ergeben, dass im Umfeld des kommenden Fussballspiels in Aarau mit einer «schwerwiegenden und erheblichen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit» zu rechnen sei. Aufgrund dieser Einschätzung sieht sich die Polizei dazu veranlasst, keine Gästefans zuzulassen und den Gästesektor im Stadion Brügglifeld zu sperren.

Der Entscheid wurde laut Mitteilung in Absprache mit dem Polizeidirektor und Landammann Urs Hofmann getroffen und am Donnerstag dem FC Aarau mitgeteilt.

Die Kantonspolizei Aargau ruft Anhänger des FC Zürich dazu auf, von einer Anreise nach Aarau abzusehen. Sie sei bereit, «nötigenfalls gegen Störer vorzugehen und diese strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen».

FCZ gegen FCA: Massenschlägerei im November 2014 am Bahnhof Aarau.

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FC Zürich zeigt Verständnis

Der FC Aarau zeigt sich äussert enttäuscht und befürchtet gar massive Einbussen bei den Einnahmen. «Dass das Verhalten einer kleinen Minderheit gewalttätiger Fans eine solche Verfügung provozieren kann, ist eine erschreckende Tatsache», heisst es in der Mitteilung des FC Aarau. Der Club könne kein Verständnis für diese kollektive Bestrafung aufbringen. 

Die Verantwortlichen des FC Zürich haben die Entscheidung der Aargauer Kantonspolizei und der Behörden zur Kenntnis genommen und bedauern es «aus sportlicher Sicht», wie sie in einer ersten Reaktion schreiben. Die Massnahme betreffe vor allem die Fans, welche sich korrekt verhalten hätten und ihren Club unterstützen wollten.

Andererseits hätten die Ausschreitungen in Basel zu einer «neuen Sicherheitsanalyse» geführt. Dafür müssten alleine die «sogenannten Fans» die Verantwortung übernehmen, welche durch ihr skandalöses Verhalten in Basel die Kurvensperre in Aarau provoziert hätten.

Der Club bittet weiter alle FCZ-Fans, die Verfügungen der Aargauer Polizei zu befolgen und dem Spiel fernzubleiben. (az)

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