EHC Olten

3:4 - Olten verliert gegen den Angstgegner

Die beiden Treffer von Marco Truttmann waren am Ende nicht genug.

Die beiden Treffer von Marco Truttmann waren am Ende nicht genug.

Acht Spiele in Folge hatte der EHCO gewonnen, ehe man gegen den Angstgegner Hockey Thurgau im vierten Spiel in dieser Saison zum dritten Mal den Kürzeren zog. Damit hat die acht Spiele andauernde Siegesserie der Oltner ein Ende.

Was kann schon schiefgehen? Vielleicht stellte man sich diese Frage gar in den Reihen des EHC Olten vor dem gestrigen Auswärtsspiel in Weinfelden. Als achtfacher Seriensieger reiste der Co-Leader zu Hockey Thurgau, welches seit ebenso vielen Spielen auf ein Erfolgserlebnis wartete. Gegen eine klare Rollenverteilung sprach vor dem Anpfiff aber vor allem die Erinnerung an die letzten beiden Aufeinandertreffen, als der Favorit im November im Penaltyschiessen zweimal als Verlierer vom Eis musste.

Und auch gestern bewiesen die Ostschweizer, welche in der Tabelle auf den letzten Playoff-berechtigten Platz abgerutscht sind, dass sie es in dieser Saison bestens verstehen, die Oltner zu ärgern. Ihren schnellen Auslösungen waren die Gäste vor allem im ersten Drittel nicht gewachsen. Diese standen zu tief und wurden von den schnellen Flügeln in der Rückwärtsbewegung noch und noch überlaufen.

«Bei uns fehlte regelmässig der dritte Mann, welcher die Verteidiger unterstützen sollte», urteilte Diego Schwarzenbach nach dem Spiel. «Dieser spielte zu offensiv, das darf nicht passieren.» So dauerte es nur gerade 143 Sekunden, ehe die Oltner, welche ohne das krank gemeldete Backpaar Pargätzi/Ast auskommen mussten, ein erstes Mal ausgekontert wurden und sich Kevin Huber geschlagen geben musste.

Huber hält Olten im Spiel

Auch der 1:2-Rückstand nach 20 Minuten, nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Schwarzenbach, war nur logisch – und wäre, hätte Huber nicht mehrfach brenzlige Thurgauer Alleingänge entschärft, noch höher ausgefallen. Zwar liessen die Oltner ab dem Mitteldrittel weniger zu, fanden aber schlicht kein Rezept, gegen einen aufmerksamen Nicola Aeberhard zu Treffern zu kommen. «Kaum waren wir wieder dran, verloren wir erneut den Faden», so Schwarzenbach, der die Ursache für die ungenügende Leistung nicht in erster Linie beim Gegner, sondern dem eigenen Auftritt s

Es sei ihnen nicht allzu viel gelungen, warf der Oltner Flügel zu Recht ein, wenngleich der EHCO den Erfolg auch zu wenig konsequent suchte. Während die Thurgauer, einmal in Scheibenbesitz, nur eine Richtung kannten – nämlich den direkten Weg aufs Tor –, zogen die Gäste das Spiel zu sehr in die Breite und verloren ihren Schwung in den Ecken.

So war die Spannung nach dem 3:4 durch Truttmann nur noch künstlicher Art, fiel es doch erst acht Sekunden vor dem Ende. «Wichtig ist nach einem solchen Spiel, die Lehren zu ziehen – und vorwärtszugehen», blickte Schwarzenbach unmittelbar nach der Niederlage dem letzten Spiel des Jahres entgegen. Dieses bestreiten die Oltner morgen Dienstag zu Hause gegen Ajoie.

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker von Philipp von Arx:

Liveticker Thurgau Olten

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