Börsen-Blog

Freiflug für die Papiere: Hände weg von Zalando

«Money» - der tägliche Börsenblog von François Bloch.

«Money» - der tägliche Börsenblog von François Bloch.

Im Börsen-Blog «Money» porträtiert der Experte François Bloch jeden Tag eine schillernde oder eine schlingernde Aktie. Heute: Online-Versandhändler Zalando.

  • Markstimmung: SMI wieder über dem Niveau von 8 888 (Aktuell: 8 992) - Wall Street: US Wertschriftenmärkte: +0.68% -- Möglichkeit von einer  Zinserhöhungen im 2018  -- Gold über der Marke von 1‘200 US$ pro Unze (Aktuell: 1‘230 US$)! Öl, schwingt sich nach unten (61.87 US$) – Starbucks (Börsensymbol: SBUX US) auf Rekordstand
  • Firma: Zalando (Börsensymbol: ZAL GR)  ist ein Online-Versandhändler für Schuhe und Mode. Zalando’s Angebot für Damen, Herren und Kinder reicht von bekannten Trendmarken bis hin zu gefragten Designerlabels. Insgesamt arbeitet Zalando mit über 1.500 Markenherstellern zusammen. Neben Schuhen und Bekleidung gehören Accessoires, Beauty-Produkte und Sportartikel zum Sortiment. Das Unternehmen wurde 2008 gegründet. Nach dem großen Erfolg in Deutschland werden seit 2009 auch europäische Nachbarländer beliefert. Gestartet wurde mit Österreich (2009), es folgten die Niederlande und Frankreich (beide 2010). 2011 kamen Italien, Großbritannien und die Schweiz hinzu. Seit 2012 ist Zalando auch in Schweden, Belgien, Spanien, Dänemark, Finnland, Polen, Norwegen und Luxemburg (2013) online.  (Quelle: www.finanzen.net)
  • Freiflug für Zalando Papiere (Hände weg)
  • Anlagevorschlag: Es gibt keinen Grund auf die Karte von Zalando zu setzen: Die letzten Quartalszahlen waren eine regelrechte Enttäuschung und Besserung ist noch nicht in Sicht. Innerhalb eines Jahres verlor der einstige Hoffnungsträger rund 23% an Wert. Speziell das aktuelle Kurs-/Gewinnverhältnis 115 Punkte, sollte Sie zur Wachsamkeit anregen. Ich bin der Meinung, dass Amazon immer stärker in den ursprünglichen Geschäftsfeldern von Zalando tätig wird. Seien wir uns einfach bewusst, dass wir eine massive Bewertungsprämie dafür bezahlen. Im gegenwärtigen Börsenumfeld ist dies ein schlechter Rat eine solche Spekulation überhaupt einzugehen. Die Risiken sind einseitig verteilt und dessen sollten Sie sich in aller Form bewusst sein. Im dritten Quartal erzielte das stark expandierende Unternehmen einen Verlust. Nahezu verrückt tönt dabei, dass bis ins Jahr 2020 die Firma ein Bruttowarenvolumen von 10 Milliarden Euro erreichen möchte, was einer Verdoppelung gegenüber den aktuellen Ergebnissen entspricht. Der Verlust von 38. 9 Millionen Euro im dritten Quartal ist heftig, denn vor Jahresfrist gab es noch ein positives Ergebnis für die entsprechende Periode. Im vierten Quartal, wird die Tendenz positiv sein, doch das Sentiment spricht gegen den mit 8 Milliarden Euro taxierten Titel.
  • Anlagestrategie: Hände weg.
  • Fazit: Eine saftige Bewertungsprämie, welche nicht Sinn macht für den konservativen Investor.
  • leserfragen: money@azmedien.ch

Meistgesehen

Artboard 1