Die beiden Leichtflugzeuge mit insgesamt sieben Personen an Bord seien mutmasslich über Wil SG zusammengestossen, teilte die St. Galler Kantonspolizei am Abend mit. Auf ein Firmengelände in Wil stürzten Trümmerteile.

Beide Flugzeuge führten nach der Kollision eine Notlandung durch. Zunächst hatte es geheissen, eine Maschine sei abgestürzt.

Eines der beiden Flugzeuge versuchte auf einer Wiese in der Nähe des Weilers Trungen auf dem Gemeindegebiet von Wil notzulanden. Dabei wurden der 69-jährige Pilot und seine drei Passagiere schwer verletzt. Bei den Passagieren handelte es sich um einen 52-jährigen Mann, dessen 16-jährige Tochter sowie einen 41-jährigen Mann. Wie Fotos auf Online-Medien zeigten, lagen einzelne Trümmerteile des Flugzeugs auf der Wiese.

Zwei Kleinflugzeuge sind über der Ostschweiz kollidiert. Es gab sieben Schwerverletzte. Beide Flugzeuge konnten notlanden, eines auf einem Feld bei Mörikon SG.

Zwei Kleinflugzeuge sind über der Ostschweiz kollidiert. Es gab sieben Schwerverletzte. Beide Flugzeuge konnten notlanden, eines auf einem Feld bei Mörikon SG.

Das andere Flugzeug flog nach der Kollision noch weiter und führte schliesslich auf dem Flugplatz in Sitterdorf TG eine Notlandung durch. Der 25-jährige Pilot und die beiden Passagiere dieser Maschine, eine 25-jährige Frau und ein 49-jähriger Mann, wurden dabei ebenfalls verletzt. Zur Schwere der Verletzungen dieser drei Personen konnte die St. Galler Polizei am Sonntagabend keine Angaben machen.

Grosseinsatz der Rettungskräfte

Sowohl in Sitterdorf als auch in Trungen standen Feuerwehr, Polizei, und Rettungskräfte im Einsatz. Die Rega brachte mit zwei Helikoptern Verletzte ins Spital, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte.

Der 25-jährige Pilot war mit seinem Kleinflugzeug am Flughafen Zürich gestartet, der 69-jährige Pilot in Lommis TG, wie die Polizei mitteilte. Zum Flugunfall kam es kurz vor 15 Uhr.

Ursache noch unklar

Abklärungen zur Kollisionsursache und zur Herkunft der Flugzeuge seien im Gang, sagte ein Sprecher der St. Galler Kantonspolizei. Sie sucht Zeugen, welche die Kollision der beiden Flugzeuge oder die Notlandungen beobachtet haben. Die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST) war ebenfalls vor Ort und hat Untersuchungen aufgenommen, wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilte.

Es ist nicht der erste Unfall von Kleinflugzeugen diesen Sommer: Im Juni hatten zwei Menschen ihr Leben verloren, als ihr Kleinflugzeug bei Cudrefin VD in den Neuenburgersee gestürzt war.

Im Juni 2013 war eine Kollision zwischen einem Motorflugzeug und einem Segelflugzeug über dem Aargauer Jura glimpflich ausgegangen. Zwar stürzte das Segelflugzeug ab, doch konnte sich der Pilot mit einem Fallschirm retten. Das schwer beschädigte Motorflugzeug konnte damals normal landen.