Zürich

Männertrio betrügt Versicherungen um rund eine Million Franken

Sie reichten mehrere Scheinversicherungen ein, um dann die jeweiligen Provisionen einzukassieren. (Symbolbild)

Sie reichten mehrere Scheinversicherungen ein, um dann die jeweiligen Provisionen einzukassieren. (Symbolbild)

Stadt- und Kantonspolizei Zürich haben drei Männern Betrügereien mit fingierten Versicherungspolicen nachgewiesen. Der Deliktsbetrag beläuft sich auf rund eine Million Franken. Vom ergaunerten Geld ist nichts mehr vorhanden.

Eine Versicherungsgesellschaft hatte im November 2009 einen 28-jährigen Schweizer angezeigt. Dem Mann wurde vorgeworfen, Versicherungen arglistig getäuscht zu haben. Die Ermittlungen ergaben, dass er mit Scheinversicherungsanträgen von verschiedenen Versicherungen fast 300'000 Franken Provisionen kassiert hatte.

Im Laufe der Ermittlungen wurden laut Kantonspolizei zwei weitere Personen - ein 32-jähriger Serbe und ein gleichaltriger Bosnier - ins Verfahren einbezogen. Dem Duo wurde vorgeworfen, zwischen 2007 und 2009 bei Versicherungsgruppen mehrere hundert Scheinversicherungen eingereicht zu haben, um die jeweiligen Provisionen von einigen tausend Franken pro Police einzukassieren.

Die zum Teil geständigen Betrüger stellten sich laut Polizei jeweils bei Versicherungsgesellschaften als selbständige Lebensversicherungsberater mit im Handelsregister eingetragenen Unternehmen vor. Dabei gaben sie vor, mehrere Mitarbeiter zu beschäftigen, die in kurzer Zeit viele Verträge abschliessen würden.

Kollegen aus dem Balkan übers Ohr gehauen

Darauf hin suchten sie aus dem Balkan stammende Kollegen auf und überredeten diese, gegen Geld ein Antragsformular zu unterschreiben. Die mit Unterschriften und Adressen versehenen Antragsformulare retournierten sie anschliessend den Versicherungen und kassierten dafür die Provisionen.

Weil Prämienzahlungen ausblieben, schlugen schliesslich die Kontrollmechanismen der Versicherungen Alarm. Als der Versicherungsbetrug aufflog, war von dem ergaunerten Geld nichts mehr vorhanden. Die Täter hatten dieses zur Tilgung von Schulden eingesetzt und für einen aufwendigen Lebensstil verprasst.

Meistgesehen

Artboard 1