Bern
Gadmer Hundehalter blitzt beim Verwaltungsgericht ab

Der Betreiber der Hundehilfestaton am Sustenpass ist beim bernischen Verwaltungsgericht abgeblitzt. Dieses stützt die Vorinstanz, die den Mann verpflichtet, ohne Bewilligung errichtete Installationen, wie Hundezwinger, zurückzubauen.

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Sowohl die Gemeinde wie auch der Kanton lehnten eine nachträgliche Baubewilligung für die Hundezwinger ab. (Symbolbild)

Sowohl die Gemeinde wie auch der Kanton lehnten eine nachträgliche Baubewilligung für die Hundezwinger ab. (Symbolbild)

Keystone

Zudem darf der Mann nur noch vier Hunde halten.

Der Hundefreund betreibt seit 2004 eine Hundehilfsstation in der Gemeinde Gadmen am Sustenpass, wo er verwahrloste oder todgeweihte Hunde aufnimmt. Die Hunde sind in einem Teil eines Doppelwohnhauses untergebracht. Im Freien baute der Mann ein Auslaufgehege und einen Hundezwinger.

Dies rief die Gemeinde auf den Plan, die vom Mann ein nachträgliches Baugesuch einforderte. Nachbarn erhoben Einsprache wegen des Lärms, den die zahlreichen Hunde verursachten.

Sowohl die Gemeinde wie auch der Kanton lehnten in der Folge die Baubewilligung ab und verlangten den Rückbau der Anlagen. Der Kanton verfügte zugleich, dass der Mann nur noch vier Hunde halten dürfe.

Erheblich störende Lärmemmissionen

Das Verwaltungsgericht hielt in seinem am Montag publizierten Urteil fest, dass die Hundehaltung des Mannes gegen die bundesrechtlichen Lärmschutzbestimmungen verstosse.

Derartige Projekte dürften höchstens geringfügige Störungen durch Lärm verursachen. Dies sei hier aber nicht der Fall. Das Verwaltungsgericht zitiert in der Urteilsbegründung aus einem Fachbericht, der von erheblich störenden Lärmimmissionen spricht.

Das Verwaltungsgericht stützte auch die vom Kanton verlangte Reduktion des Hundebestandes auf vier Tiere. Gegen das Urteil kann innert 30 Tagen beim Bundesgericht Beschwerde erhoben werden.