Zoll in Rheinfelden

Chef von Schweizer Kosmetikfirma fliegt beim Schmuggeln auf

Deutsche Zöllner haben mehrere Schmuggler aus dem Verkehr gezogen. (Symbolbild)

Deutsche Zöllner haben mehrere Schmuggler aus dem Verkehr gezogen. (Symbolbild)

Der Geschäftsführer einer Kosmetikfirma wollte Pflegecreme über die Grenze schmuggeln, blieb am Zoll in Rheinfelden aber hängen. Auch in Waldshut ging den Zöllnern ein Schmuggler ins Netz.

Deutsche Zöllner haben am vergangenen Montag amZollamt Rheinfelden-Autobahn einen Schweizer Schmuggler erwischt. Der Geschäftsführer einer Schweizer Kosmetikfirma wollte gemäss einer Mitteilung des Lörracher Hauptzollamts mit 108 Pflegecremetiegeln die deutsche Einfuhrabfertigung umgehen. Die Beamten durchsuchten sein Auto, nachdem er die Frage nach mitgebrachten Waren verneint hatte. Im Kofferraum fanden sie ein Paket mit den Cremetöpfchen, von denen im Einzelverkauf jedes mehr als 60 Euro wert ist.

Unterlagen im Auto deuteten darauf hin, dass der Mann die Ware von einer deutschen Postfiliale aus an den Vertriebspartner in Norddeutschland verschicken wollte. So hätte er die Einfuhrumsatzsteuer von 1315 Euro gespart. Wie das Abfertigungsverfahren korrekt vonstatten gehen würde, wusste der Mann: Zollunterlagen einer Einfuhr von Ende April hatte er ebenfalls bei sich. Der Mann steht im Verdacht, gegen deutsche und europäische Steuerbestimmungen verstossen zu haben. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren ein. Nach Entrichtung der Einfuhrabgaben und zusätzlich des gleichen Betrages als Strafsicherheit konnte er seine Reise fortsetzen.

Ebenfalls erwischt wurde ein 64-jähriger Zürcher, der in Waldshut in eine Zollkontrolle geriet. Zöllner fanden in seinem Fahrzeug mehrere Pakete. Der Mann gab an, Kamerazubehör aus der Schweiz zu transportieren. Dieses habe er über eine Internetplattform verkauft und wolle es nun in Deutschland verschicken. Zollpapiere, die für die Abfertigung gewerblicher Waren aus der Schweiz erforderlich sind, legte er nicht vor. Die weiteren Ermittlungen der Zöllner ergaben, dass der Mann auf diesem Weg bereits mehrere illegale Verkäufe abwickelte. Insgesamt wiesen sie ihm nicht angemeldete Waren im Wert von 7800 Euro nach. Er konnte nach dem Hinterlegen einer Sicherheitsleistung und dem Bezahlen der Einfuhrabgaben in Höhe von insgesamt 3400 Euro seine Reise fortsetzen. (mwa)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1