Das Paar war am späteren Sonntagnachmittag südlich der St. Petersinsel in einem Gummiboot unterwegs, als ein Motorboot auf sie zuraste. Das Boot überfuhr die junge Frau und verletzte sie dabei so schwer, dass sie noch auf der Unfallstelle verstarb.

Erste Erfolge nach knapp drei Wochen

Die Kantonspolizei Bern konnte nach knapp drei Wochen einen ersten Erfolg der gebildeten Sonderkommission vermelden. In Sutz am südlichen Seeufer wurde ein Boot beschlagnahmt. Sowohl der Besitzer als auch das Boot trafen auf die Zeugenaussagen zu. Der Besitzer, ein älterer Unternehmer aus dem Seeland, beteuerte jedoch umgehend seine Unschuld.

Gutachten aufgetaucht

Erst im April dieses Jahres gibt es Neuigkeiten. Dem «Sonntags-Blick» liegen die Ergebnisse eines Gutachtens vor, welches keine eindeutigen Hinweise auf Fremdpartikel an der Schiffsschraube liefert. Jedoch wurden Beschädigungen an der Schiffsschraube festgestellt, welche auf eine Kollision zurückzuführen sein könnten.

Das Bootsdrama vom Bielersee ist immer noch ungelöst

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Unklarheiten am Jahrestag

Danach wurde es ruhig um den Fall. Auch nach einem Jahr ist dieser immer noch ungeklärt. Auf Anfrage erklärt der Mediendienst der Kantonspolizei Bern, dass seit einer Woche die Staatsanwaltschaft für Medieninformationen zuständig ist. Bisher ist nur bekannt, dass diese im Herbst Anklage erheben will.

Pascal Flotron, Informationsbeauftragter der Staatsanwaltschaft Bern, will mit Verweis auf die laufende Strafverfolgung keine weiteren Auskünfte erteilen. «Wir werden im Herbst weitere Informationen publizieren», so Flotron auf Anfrage. Dieser Zeitplan müsse im Moment akzeptiert werden. So bleibt auch offen, ob der verdächtigte Bootsbesitzer im Zentrum der Anklage stehen wird.