Dringender Verdacht

Ausbeutung von Putzfrauen – drei Personen in U-Haft

Symbolbild: Die ausländischen Frauen waren mutmasslich illegal angestellt und seien gemäss Kantonspolizei Bern zu Konditionen deutlich unter dem Mindestlohn vermittelt worden.

Symbolbild: Die ausländischen Frauen waren mutmasslich illegal angestellt und seien gemäss Kantonspolizei Bern zu Konditionen deutlich unter dem Mindestlohn vermittelt worden.

Die Kantonspolizei Bern hat drei tatverdächtige Personen in Untersuchungshaft gesetzt. Sie stehen unter dringendem Verdacht, vorwiegend serbische Frauen massiv ausgebeutet zu haben.

Der dringende Tatverdacht, dass drei bereits festgenommene Personen ausländische Arbeitskräfte illegal beschäftigt und sie massiv ausgebeutet haben, hat sich weiter erhärtet. Dies teilt die Kantonspolizei Bern am Montag mit.

Die Mitteilung bezieht sich auf eine koordinierte Aktion vom Dienstag, 14. Januar 2020, in der die kantonale Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben und die Kantonspolizei Bern zehn Personen angehalten haben. Dabei wurden ein Mann (69-jährig) und zwei Frauen (62- und 41-jährig) vorläufig festgenommen. Alle sind serbischer Herkunft.

Gemäss den bisherigen Erkenntnissen hätten die Tatverdächtigen sieben Frauen serbischer Nationalität in die Schweiz geholt und sie auf Mandatsbasis vorab als Reinigungskräfte und Haushälterinnen an Dritte vermittelt.

Gemäss Kantonspolizei Bern muss davon ausgegangen werden, dass die Frauen ohne Freizeit und Ruhetage überlange Arbeitstage leisten mussten. Sie seien in ihrer Bewegungsfreiheit teilweise eingeschränkt gewesen und wurden massiv unter den branchenüblichen Mindestgehältern entlöhnt. Für die betroffenen Frauen wurden teilweise Schutzmassnahmen eingeleitet.

Der koordinierten Aktion sind aufwändige Ermittlungen von fast einem Jahr vorausgegangen. Diese werden fortgeführt, sagt die Kantonspolizei Bern. (dpo) 

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