An einem der wohl wärmsten Nachmittage des Sommers trafen sich 18 Wanderfreunde der Pro Senectute Olten zur Kurzwanderung von Boningen nach Murgenthal. Nach der kurzen Busfahrt begrüsste die Wanderleiterin Annekäthi Hänsli die Gruppe am Ausgangspunkt in Boningen. Heute wanderte auch Nicolette Franz von der Fachstelle Olten mit. Boningen, ein Dorf mit noch ländlicher Struktur und wenigen Landwirtschaftsbetrieben, hat sich trotz des Autobahnbaus und der Kiesgrube mit den verschiedenen kiesverarbeitenden Industrien nicht gross verändert. Gleich zu Beginn gings am Wahrzeichen von Boningen vorbei, dem blumengeschmückten Spycher, Baujahr 1712. Ein erster Halt wurde beim Allmendweiher eingelegt, wo man von einer Beobachtungshütte aus einen fantastischen Ausblick auf den kleinen See hat. Viele Enten tummelten sich darauf. Der Weiher wie auch das Kieswerk befinden sich auf Gunzgen Boden. Uns aber führte der Weg vorbei an weiteren Tümpeln und Weihern mit seiner ganz speziellen Flora, allen voran dem Blut-Weiderich. Es war ein schöner Forstweg, links und rechts von Bäumen umgeben, und trotzdem brannte die Sonne unerbittlich auf unsere mit Hüten geschützten Köpfe. Schon bald kam aber das Fulenbacher Waldhaus in Sicht und hier war eine längere Pause geplant. Gut so, denn das kalte Wasser im Brunnen bot eine willkommene Abkühlung. Weiter gings noch ein kurzes Stück im Wald und zwischen Sonnenblumen- und Maisfeldern erreichten wir bald die ersten Häuser von Fulenbach. Noch ein kurzes Stück der Aare entlang und schon stand die wunderschöne Holzbrücke zwischen Fulenbach und Murgenthal vor uns. Bei der 1863 eröffneten Holzbrücke handelt es sich um eine der ältesten von den zwölf noch erhaltenen Howeschen Brücken der Schweiz. In Murgenthal war das von uns angepeilte Restaurant geschlossen, aber wir kamen dennoch zu unserem heiss ersehnten kühlen Getränk. Trotz der Hitze hatte sich diese abwechslungsreiche Wanderung in allernächster Nähe von Olten gelohnt. (mva