NLB-Handball

TV Solothurn glückt der Start in die Rückrunde

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Es war ein harter Kampf, doch am Ende siegen die Solothurner in Basel gegen den TV Birsfelden. Nach einem Hänger vor und gleich nach der Halbzeit schafft Solothurn die Wende und sichert sich am Ende zwei wichtige Punkte.

Die Platzierungen in der Tabelle sprachen auf dem Papier eigentlich klar für die Gäste. Auf der einen Seite der TV Birsfelden, im unteren Mittelfeld, der bisher alle seine Punkte gegen direkte Gegner in der unteren Tabellenhälfte gesammelt hat Auf der anderen Seite der TV Solothurn, der nur knapp hinter den Ligafavoriten in Lauerstellung ist. Doch ganz so einfach ist es im Sport eben nicht.

Auch wenn der TVS zu Beginn der Partie seiner Favoritenrolle gerecht werden wollte und das Spieldiktat in die Hand nahm. Schnell ging der Gast in Führung, und stellte danach den altbekannten Solothurner Wall in der Verteidigung. Doch schon in dieser Phase zeigte sich, dass die Aufgabe gegen die Baselländer eine schwierige werden würde. Denn trotz starker Defensive liess sich Birsfelden nicht einschüchtern und auch nicht abschütteln.

Umstellung im Angriff

Vor allem im Angriff bekundeten die Solothurner einige Mühe, ins Spiel zu finden. Zum ersten Mal in dieser Saison entschied sich Trainer Marco Kurth, nicht selber in die Arbeitskluft zu steigen.

Nachdem der TVS in der Hinrunde den Ligaerhalt so gut wie gesichert hat, will der ehemalige Nationalspieler nun die Verantwortung an die jüngere Generation übergeben. Was sich auf lange Sicht positiv auf die jungen Talente und das Zusammenspiel auswirken wird, benötigt aber Zeit.

Heikle Phasen, in denen früher Kurth das Spiel in die Hand nahm und mit seiner Technik und seinem Auge Lücken aufzureissen vermochte, mussten die Solothurner nun alleine bewältigen, als Mannschaft. Dies gelang gegen den TV Birsfelden nicht immer gleich gut.

Bis zur 17. Minute konnte Solothurn dank einer starken Verteidigung die Schwächen im Angriff kaschieren und lag zweitweise mit bis zu drei Toren in Front. Doch je älter die Halbzeit, desto mehr Mühe bekundete der TVS. Der Angriff, der zu Beginn noch gut funktionierte, wirkte zunehmend ideenlos. Die daraus resultierenden Fehler dazu, dass Birsfelden zurück ins Spiel fand und sogar die Führung an sich riss (23., 10:9).

Rote Karte als Wendepunkt

Mit dem letzten Angriff vor dem Pausenpfiff sicherte sich das Heimteam zwei Längen Vorsprung. Doch war dies noch nicht das Ende der Fahnenstange. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich vorerst nichts am Geschehen.

Nach einer hektischen, fast fünfminütigen Phase ohne Treffer beidseits, machten die Gastgeber dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Da Solothurn an die torlosen fünf Minuten gleich noch eine zweite, gleichermassen trefferarme und lange Phase anhängte, konnte der TV Birsfelden sogar auf vier Tore davonziehen. Und nur langsam kämpfte sich der TV Solothurn zurück ins Spiel und schloss die grosse Lücke bis auf ein Tor Differenz.

Dann kam die folgenschwere 49. Minute: Einen schon fast verunglückten Gegenstoss versuchte Martin Beer mit einem optimistischen Abschluss aus neun Metern noch zu retten. Dabei wurde er in der Luft von seinem Gegenspieler Mads Boie Thomsen angegangen und fiel mit voller Wucht auf den Rücken.

Die Schiedsrichter ahndeten die Intervention von Madsen umgehend mit einer roten Karte. Der Däne, der bis dahin als Organisator und ständiger Gefahrenherd für viel Druck sorgte, musste das Spielfeld verlassen. In den folgenden Minuten gelang es dem TV Solothurn, das Spiel wieder zu seinen Gunsten zu drehen und ging seinerseits mit zwei Toren in Führung.

Diesen Vorsprung liessen sich die Solothurner nicht mehr nehmen. Mit einem Siebermeter kurz vor Ablauf der Zeit sicherte Sandro Sieber den Ambassadoren die zwei wichtigen Punkte im Kampf um die vorderen Tabellenplätze.

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