Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden

Schatzsuche im Wald von Unterentfelden

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Erinnern Sie sich noch an Weihnachten Ihrer eigenen Kindheit? Was war damals der Höhepunkt? Genau, nämlich der Moment, an dem das Geheimnis der Geschenke gelüftet wurde. Genau so kamen sich die 12 Kinder auch vor, als sie die Nistkästen öffneten und sahen, was sich während des Sommers dort zugetragen haben muss.

Gabi Fierz und Lis Friedl verabschieden die Eltern und ziehen mit einem Dutzend Kinder los zur Nistkastentour. Im Namen des Natur- und Vogelschutzvereins machen sie zusammen den Winterdienst an den Nistkästen. Diese wurden vor ca. 40 Jahren im Unterentfelder Wald aufgehängt, weil die Vögel damals kaum mehr Gelegenheit hatten, im Wald ihre Brut aufzuziehen. Dies hat sich in der Zwischenzeit zum Glück etwas geändert. Da und dort stehen auch mal abgestorbene Bäume und vor allem sind die Monokulturen einem Mischwald gewichen. Heute sind deswegen vor allem noch Spezialnistkästen gefragt, wie beispielsweise für Wasseramsel, Waldkauz, Gartenrotschwanz und andere mehr.

Anhand eines Planes werden die Kästen gesucht und abgehängt. Voller Erwartung werden diese geöffnet: „Hier waren im Sommer Wespen zu Hause!“, „In diesem Nest hat es immer noch winzig kleine Eier, die nicht geschlüpft sind“, „Bei diesem Kasten fehlt ja der Boden“, „Schaut mal, hier hat ein Vogel gleich zwei Nester übereinander gebaut“, „Dieser Kasten wurde gar nicht gebraucht; hatten wir letztes Mal nicht einen Kasten, in dem ein Siebenschläfer war?“, staunen die Kinder. Mit einem Spachtel wird der Kasten gereinigt und anschliessend am selben Ort wieder aufgehängt.
Das Nistmaterial und die -bauweise verraten sehr viel über die Vogelart. So klebt der Kleiber das Eingangsloch mit Lehm so stark zu, dass anderen Vögeln der Zugang verwehrt wird.

Die Informationen werden auf einer Liste festgehalten, so dass über die Jahre ein Vergleich gemacht werden kann, wie gross das Bedürfnis an solchen Nisthilfen ist. In diesem Jahr waren übrigens die meisten Nistkästen von Meisen bewohnt.

Nach anderthalb Stunden treffen die Kinder im Unterstand ihre Eltern, denen sie natürlich viel zu erzählen und zu zeigen haben. Nach so viel frischer Luft und vielen Erlebnissen kommt das vorbereitete Zvieri gerade richtig.

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