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Jugendliche im Velokurierfeeling bei Collectors

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Melina, zurück von ihrer Kurierfahrt…

Melina, zurück von ihrer Kurierfahrt…

Die flotten E-Cargobikes des Hauslieferdiensts Collectors, sie prägen das Bild der Region - und sind nicht mehr wegzudenken. Sechs Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Bellach hatten vom 3.-7. Juni 2019 anlässlich der Umwelt-Projektwoche an ihrer Schule die Gelegenheit, für Collectors in die Pedale zu treten.

Melina, Florian, Veethini, Dorian, Fiona und Ender - sie lieferten je einen Tag Einkäufe an Privathaushalte, sie holten Recyclingtaschen ab und entsorgten das darin enthaltene Recyclinggut, sie transportierten gewaschene Wäsche, Blumensträusse, Bücher - und sogar einen Computer.

Spätestens seit den Klimastreiks sind Umwelt und Nachhaltigkeit nicht mehr ausschliesslich Thema auf der Strasse, sondern auch in den Schulstuben. So auch an der Oberstufe Bellach. Anlässlich der im Zweijahresrhythmus stattfindenden Projektwoche kreierten die Lehrpersonen unterschiedlichste Workshops, Ateliers und Exkursionen, für die sich die rund 150 Schülerinnen und Schüler eintragen konnten. Die sechs Plätze für Collectors waren heiss begehrt. Das innovative Sozial- und Umweltprojekt umfasst mittlerweile acht emissionsfreie Drahtesel und 13 Radler. Das jüngste Cargobike ist zugleich das kürzeste: das wendige Fahrrad wird für kleinere Aufträge eingesetzt. Die Jugendlichen hatten ihren Spass freilich an den grösseren. Diese bieten Platz für bis zu 620 Liter Gepäck. Der Akku reicht 40 Kilometer und muss dann in der Zentrale im Solothurner Hauptbahnhof geladen werden. Wie es tut, wenn dem Akku - und in der Folge der Fahrerin - die Puste allmählich ausgeht, bekam Melina zu spüren: «Wir waren auf dem Rückweg von Zuchwil, als die Unterstützung merklich abnahm. Veethini und ich wechselten dann kurzerhand mit den Rädern ab, kamen aber trotzdem extrem ins Schwitzen.» Und auch Florian weiss eine Akku-Anekdote: «Ich liess den Reserveakku in einer Kiste unter einem riesigen Wäscheberg liegen und musste dann nochmals nach Zuchwil zur Firma Schaerer radeln, um ihn dort zu holen.» Abgesehen von diesen kleineren Malheurs, wie war es? «Cool - trotz heissen Temperaturen», sagt Veethini, und die anderen ergänzen, «es war super, den Fahrtwind zu spüren und mit 25 km/h durch die Gegend zu flitzen.» Fiona und Ender indes waren nicht mit Sommertemperaturen gesegnet: «Es verregnete uns auch schon mal, aber die Collectors Kleider hielten uns warm und trocknen.»

Und ging denn eine Fracht auch gen <Bäuch>, der Gemeinde also, wo die Jugendlichen zur Schule gehen? Die sechs Velokuriere überlegen: «Wir waren in Solothurn, Langendorf, Zuchwil, Biberist und Feldbrunnen unterwegs, aber in Bellach, nein.» Philipp Keel, Geschäftsleiter von Collectors, der den jungen Helferinnen und Helfern Bestnoten ausstellt, kennt den Grund: «Bellach gehört nicht zu unserem Collectors-Gebiet - aber wer weiss, vielleicht ändert sich das dermaleinst, uns würde es freuen.»

Susanne Schneider

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