Interessengemeinschaft Erwachsenenbildung Kanton Aargau (IGEB)

Interessengemeinschaft Erwachsenenbildung Kanton Aargau (IGEB) löst sich auf

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Interessengemeinschaft Erwachsenenbildung Aargau

IGEB

Interessengemeinschaft Erwachsenenbildung Aargau

Die IGEB hat am 5. Juni 2019 ihre letzte ordentliche Generalversammlung abgehalten. Nach über 40 Jahren haben die Vereinsmitglieder und Institutionen beschlossen, den Verein aufzulösen und bis Ende Jahr zu liquidieren.

In den 70iger Jahren befand es der Regierungsrat des Kantons Aargau für wichtig, die Erwachsenen- und Weiterbildung zu unterstützen. Über das Kuratorium finanzierte der Kanton die IGEB. Diese wiederum organisierte Lernfestivals, Seminare und Vorträge. Die Institutionen, die bei der IGEB Mitglied waren, schickten ihre Vertreterinnen und Kursleitenden an die unterschiedlichsten Angebote. Ein Ziel der IGEB war, ein Kompetenzzentrum für Weiterbildung im Kanton Aargau zu schaffen. Dort hätten sich die Lehrpersonen stetig weiterbilden können. Das Kompetenzzentrum hätte auch die Qualitätssicherung für die angeschlossenen Institutionen sichergestellt. Dieses Ziel war zu hochgegriffen, da die in der IGEB organisierten Institutionen zu unterschiedlich waren.

Bis Ende 2007 wurde die IGEB durchs Kuratorium finanziell unterstützt. An der Mitgliederversammlung 2008 hat die IGEB auf eine weitere Unterstützung durch den Kanton verzichtet, da damit ein Leistungsvertrag mit dem Kanton nötig gewesen wäre. Die Aufgaben wurden von da an unter den Mitgliedsorganisationen aufgeteilt und auf ein Minimum zurückgefahren. Da im Jahr 2006 bei einer Volksabstimmung ein Verfassungsartikel für die Förderung der Weiterbildung in die Bundesverfassung aufgenommen wurde, war man gespannt auf das entsprechende Gesetz, und verzichtete auf die im Raum stehende Auflösung der IGEB. Die IGEB mit einem neuen Vorstand führte weiterhin Netzwerkanlässe und spannende Weiterbildungsangebote für Kursleitende durch.

Seit dem 1. Januar 2017 ist das Weiterbildungsgesetz nun in Kraft. Einige Mitglieder der IGEB werden durch das Gesetz gefördert. Für viele Institutionen hat es jedoch keine Verbesserung gebracht. Da sich die Mitglieder der IGEB vermehrt mit ähnlichen Institutionen in anderen Kantonen oder auf nationaler Ebene austauschen und dort die Kräfte bündeln, ging die Bedeutung und Notwendigkeit einer IGEB immer mehr zurück. Die Interessen und Bedürfnissee waren so heterogen, dass es schwierig war, ein attraktives Angebot für alle zu finden. Am Schluss war es nicht mehr möglich, abtretende Vorstandsmitglieder zu ersetzen. Grosse Weiterbildungsinstitutionen im Kanton zogen sich zudem zurück. Der Vorstand hat als Folge der Mitgliederversammlung vorgeschlagen, die Interessengemeinschaft Erwachsenenbildung Aargau (IGEB) aufzulösen, was die Anwesenden mit der erforderlichen Stimmenzahl dann beschlossen haben.

Nichtdestotrotz ist die Weiterbildung in Beruf oder das Erwerben von Grundkompetenzen wichtig, um am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Der Kanton ist nur in kleinen Bereichen gesetzlich verpflichtet, diese Weiterbildung zu fördern und finanziell zu unterstützen. Der Regierungsrat Peter Wertli betonte die Wichtigkeit der Erwachsenbildung an der Generalversammlung der IGEB vom 23. Juni 1998 auf Schloss Lenzburg. Dies war zu einer Zeit, als der Kanton Aargau freiwillig und grosszügig die Erwachsenenbildung förderte. Das war jedoch im letzten Jahrhundert.

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