Die politische und wirtschaftliche Entwicklung der letzten Monate und Jahre verunsichert viele von uns. Was können wir dagegen tun, wenn wir politisch und geldmässig ohne grossen Einfluss sind? Da bot sich als Lehrstück ein Besuch der «Hommage an Martin Luther King» geradezu an.

Sein gewaltfreier Einsatz für elementare Rechte aller Menschen hatte diesem epocheprägenden Prediger und Anführer der Schwarzen bereits den Friedensnobelpreis eingebracht, als er am 4. April 1968 in Memphis von einem Attentäter erschossen wurde.

Geladen hatte die Evang.-Reformierte Kirchgemeinde Olten und der Solothurner Synodalrat. Um die 150 Personen kamen am 18. Januar in der Pauluskirche in den Genuss einer stimmigen Rückschau auf die Ereignisse der 1960er Jahre im Süden der USA. Vera Bauer, Autorin und Schauspielerin, hat aus Anlass des 50-jährigen Todestages Martin Luther Kings sein Lebensportrait geschrieben und trug es auf ergreifende Weise vor. Anleitung zum Widerstand im täglichen Handeln und im Gebet wurde aber nicht nur in ihren Worten spürbar. Auch die darauf abgestimmtem musikalischen Vorträge der Zürcher Jazz- und Blues-Sängerin Christina Jaccard und des Boogie- und Blues-Pianisten Dave Ruosch sowie des Bassisten Luca Leombruni liessen das Vermächtnis jener Generation auf höchst professionellem Niveau wieder aufleben. Eine Standing Ovation in der vollen Kirche trug dem Publikum eine schöne musikalische Zugabe ein.

Berchtold Moser