Das war nicht unser Ziel. Vor dem Spiel haben wir uns klar vorgenommen, dass wir unsere Siegesserie auch gegen den sieglosen Tabellenletzten SG Pilatus weiterziehen wollten. Aufbauend auf einem soliden Deckungssystem wollten wir den 9. Sieg nach Olten nehmen.

Die erste Halbzeit in der Maihof Halle plätscherte nur so vor sich hin. Uns war es weder möglich eine kompakte und aggressive Deckung aufzubauen, noch unser gewohnt schnelles Angriffsspiel aufzuziehen. Die ZuschauerInnen, die die Tabellensituation nicht kannten, konnten gar vermuten, dass die Kräfteverhältnisse zugunsten der SG Pilatus liegen. Man zeigte sich in allen Belangen ungewohnt zurückhaltend und so war es für den Gegner dankbar einfach. Das man sich mit den bislang gesammelten Punkten nichts kaufen kann, sollte uns beim Pausenstand von 14:14 klar sein.

Die SG Pilatus trat auch in der zweiten Halbzeit als Kollektiv auf und schaffte es die zu Beginn der ersten Halbzeit erzielte Führung bis zum Ende zu verteidigen. Obschon Olten eine minimal bessere Verteidigung stellte, haperte es nun im Angriff. Wir vermochten es nicht unsere gewohnte Spielfreude in die Wagschale zu werfen. Verdient musste man die Punkte der SG Pilatus überlassen.

Was dies für Olten heisst ist klar: Um unsere Ziele zu erreichen ist eine konzentrierte Leistung, aufbauend auf einer konsequenten Umsetzung unseres Deckungssystemes zwingend. Gewiss werden weitere Spiele folgen, die nicht so klar waren wie die bislang gewonnenen. So müssen wir aus der Niederlage unsere Lehren ziehen, um weiter als Mannschaft in solchen Situationen zusammen zu wachsen. In einer Woche gegen Muotathal haben wir die Chance unserem Zwischenziel wieder näher zu kommen und um unsere Spielfreude wieder zu zeigen.

Benjamin Füglister