Para-Tischtennis

Erste Medaille an internationalem Titelkampf: Silvio Keller gewinnt Bronze an der Para-Tischtennis EM

Erstmals in seiner 13-jährigen Karriere auf der internationalen Bühne ausgezeichnet: Silvio Keller gewinnt in Schweden EM-Bronze.

Erstmals in seiner 13-jährigen Karriere auf der internationalen Bühne ausgezeichnet: Silvio Keller gewinnt in Schweden EM-Bronze.

Der Wallbacher Silvio Keller verliert an der Para-Tischtennis EM in Helsingborg (SWE) den Halbfinal gegen Robert Davies (GBR) mit 0:3 (3:11, 12:14, 6:11). Erstmals in seiner 13-jährigen Karriere gewinnt der Tetraplegiker an internationalen Titelkämpfen eine Medaille.

Der Schweizer Paralympics-Fünfte von London 2012 unterlag dem als Nummer eins gesetzten Turnierfavoriten in 24 Minuten. An den Paralympics in Rio 2016 ging das Duell 3:2 für den vierfachen Europameister aus. Auch diesmal war Silvio Keller (36) nicht chancenlos. «Im zweiten Durchgang hatte ich einen Satzball, im dritten lag ich vorübergehend in Führung. Im Viertelfinal konnte ich die Chancen nützen, gegen Davies nicht. Insgesamt war er stärker», schätzte der EM-Dritte seine Leistungen realistisch ein.

Die anfängliche Enttäuschung über die verpasste Final-Qualifikation war rasch verflogen. Zumal der verheiratete Teilzeit-Profi die Erwartungen nicht nur resultat-, sondern auch leistungsmässig zu übertreffen wusste.

«Ein solches Ergebnis hätte ich sofort unterschrieben»

«Ich habe an der EM nur gegen die Nummern eins und zwei des Turniers verloren. Sie holen sich Gold und Silber. Ein solches Ergebnis hätte ich vor der EM sofort unterschrieben.» Was Silvio Keller zusätzlich freute: Aus allen Nationen bekam er zu hören, er habe sich die Medaille verdientermassen erkämpft, schon lange verdient.

Schied dagegen in der Gruppenphase aus: Valentin Kneuss musste sich überraschend früh geschlagen geben.

Schied dagegen in der Gruppenphase aus: Valentin Kneuss musste sich überraschend früh geschlagen geben.

Nationaltrainer Philipp Zeugin würdigte die Auftritte seines Teamleaders in Helsingborg mit einem Blick zurück: «In der Vergangenheit war das Wettkampfglück oft nicht auf seiner Seite. Irgendwie kam nun alles zurück. Es hat sich ausgezahlt, dass wir nie aufgegeben haben.» Beide sind sich einig: Bronze strahlt für sie wie Gold.

Valentin Kneuss schied dagegen in der Gruppenphase aus, nachdem er sich im Direktduell um den Einzug in die Viertelfinals dem Deutschen Tim Laue überraschend deutlich 0:3 geschlagen geben musste.

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