NLB-Handball

Der TV Solothurn behält die Nerven

Der TV Solothurn gewinnt den Handball-Krimi gegen Kadetten Schaffhausen

Der TV Solothurn gewinnt den Handball-Krimi gegen Kadetten Schaffhausen

In einem jederzeit engen und spannenden Handball-Krimi behält der TVS gegen Kadetten Schaffhausen am Ende mit 27:26 ganz knapp die Oberhand. Auch neben den zwei erbeuteten Punkten war es eine Meisterschaftsrunde im Sinne der Solothurner.

Selber zwei Punkte geholt, und die direkten Konkurrenten in der Tabelle verlieren mit einer Ausnahme. Die 16. Runde hätte für den TV Solothurn fast nicht besser laufen können. Für den Erfolg bei den Jungkadetten brauchten die Ambassadoren jedoch einiges an Nerven. Denn nach starkem Beginn und Pausenführung hätte eine Schwächephase in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit fast den Sieg gekostet.

Die Partie fast aus der Hand gegeben

Es stand 22:18 für Schaffhausen, als sich das Interimstrainer-Duo Alain Blaser und Martin Prachar in der 46. Minute genötigt sah, ein Timeout zu nehmen. Und dies, nachdem die Solothurner zur Pause noch mit 15:12 in Front lagen und das Spiel über weite Strecken kontrollierten. Mit einer Flut an Fehlwürfen und technischen Fehlern brachten sich die Gäste im Angriff gleich selbst um den vorher erarbeiteten Vorsprung. Und die Verteidigung, in der ersten Hälfte noch sattelfest, liess in dieser Phase zu viel zu.

Doch die Solothurner zeigten Courage und liessen sich durch dieses Tief nicht aus dem Konzept bringen. Es waren im Angriff vor allem Spielmacher Amer Zildzic und der Wintertransfer Andri Tatarinoff, die mit ihren Toren dafür sorgten, dass der TVS den Anschluss nicht verlor.

Torhüterwechsel bringt den Sieg

Es war ein mutiger Entscheid von Alain Blaser und Martin Prachar, in dieser heiklen Phase rund zehn Minuten vor Schluss und mit drei Toren Rückstand (19:22), den in den letzten beiden Spielen starken Schlussmann Rados Dukanovic mit Taro Diethelm zu tauschen. Doch der 25-Jährige sollte dadurch letztlich zum entscheidenden Mosaikstein und Matchwinner werden. Insgesamt elf Mal warfen die Kadetten auf das Gehäuse von Taro Diethelm. Sieben Bälle konnte der Solothurner parieren (64 Prozent Abwehrquote!).

Auf der anderen Seite des Feldes vermochten seine Kameraden in der Offensive – wie bereits in der ersten Halbzeit – wieder zu gefallen. Variantenreich einmal über die Aussenpositionen, einmal über den Kreisläufer oder auch aus dem Rückraum erzielten die Solothurner Tor um Tor. Der Anschlusstreffer zum 27:26 für die Kadetten nur 14 Sekunden vor Schluss konnte den TVS nicht mehr in Gefahr bringen.

Zwei Plätze gewonnen

In den anderen Partien spielte jeweils ein direkter Solothurner Konkurrent aus dem unteren Mittelfeld oder am Tabellenende gegen ein Team aus der oberen Tabellenhälfte. Und nur gerade Chênois, das gegen Kreuzlingen siegreich war, konnte dabei Punkte holen. In allen anderen Spielen setzten sich die Favoriten durch. Mit den Niederlagen von Biel und Steffisburg (gemeinsam Schlusslichter), wie auch Birsfelden und Yellow/Pfadi, konnte sich der TV Solothurn nicht nur weiter von den Abstiegsplätzen entfernen, sondern dabei gleich noch zwei Ränge gewinnen. Im engen Mittelfeld befindet sich Solothurn aktuell auf Rang neun.

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