Nach dem klaren Heimsieg gegen den TV Zofingen (40:15) vor etwa sechs Wochen galt es am vergangenen Samstag die Leistung zu bestätigen. Die ganze Woche wurde dementsprechend trainiert, um sich auf das vor allem mental schwierige Spiel einzustellen.

Aufgrund der Manndeckung auf die in Zofingen bestens bekannte Ivana Ravlic ab der ersten Minute musste sich der HV Olten direkt eine Reaktion überlegen und fand diese im 7. Feldspieler. Die 6:5 Situation schaffte grosse Räume im Angriff, die meistens gut genutzt werden konnten, allerdings teilweise ohne erfolgreichen Abschluss. Nach einer gewissen Anlaufzeit wurden aber diese Chancen gut verwertet, so dass die Solothurnerinnen nach 15 gespielten Minuten mit 3:8 vorne lagen.
Etwas unglücklich war allerdings das Umschaltspiel der Oltnerinnen, welche die Torhüterin oft nicht schnell genug einwechselten, so dass sich den Aargauerinnen einige Chancen boten, das leere Tor zu treffen.
Dennoch liess sich der HV Olten die Führung ab der 5. Spielminute nicht nehmen und baute bis zur Pause nach einem kurzen Tief von der 20.-25. Minute (von 5:11 auf 8:11) eine komfortable Sechs-Tore-Führung zur Pause auf (9:15).
Insbesondere die mangelnde Konzentration und der fehlende Einsatz wurden in der Pause bemängelt. Für die zweite Halbzeit galt es also, im Kopf mehr bereit zu sein und vor allem das Umschaltspiel zu verbessern.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit reihten sich die Tore auf beiden Seiten aneinander. Nach nicht einmal zwei gespielten Minuten stand es bereits 11:17. Danach gelang es den Oltnerinnen durch einige schnelle Angriffe die Führung erstmals auf zehn Tore auszubauen (12:22). Auch das Zurückwechseln der Torhüterin gelang nun wesentlich besser, so dass die Zofingerinnen keine Tore ins leere Netz mehr erzielen konnten.
Nach der guten Startphase in der zweiten Halbzeit brach es wieder etwas ein. In den folgenden Minuten zeigte sich die Verteidigung der Oltnerinnen wieder schlechter, es fehlten die Absprachen und der Vorsprung konnte nicht mehr weiter ausgebaut werden. Im Angriff wurden gute Torchancen nicht genutzt und der Torwart der Gegnerinnen eingeschossen.

Das Resultat lässt schlussendlich eine bessere Leistung vermuten, als dies der Fall war. Mit 12 Toren Vorsprung und einem 21:33 Sieg verabschiedet sich die Solothurner Fraktion aus der Zofinger Halle, ist aber über die eigene Leistung nicht wirklich zufrieden. Trotzdem wurde mit dem klaren Sieg der Finaleinzug nun bereits eine Runde vor dem letzten Spiel definitiv erreicht und damit das erste Saisonziel erfolgreich gemeistert.

Cedrine Zanitti