Handball NLB

Bestätigung beim Aufsteiger gefordert: Nach dem überzeugenden Saisonstart trifft TV Solothurn auf den CS Chênois

Sind nach dem Kantersieg zum Saisonstart nun beim Aufsteiger aus Genf gefordert: Sandro Sieber und der TV Solothurn.

Der TV Solothurn ist mit einem überzeugenden Kantersieg in dies Saison gestartet. Nun folgt das Duell gegen einen alt- und trotzdem unbekannten Gegner, CS Chênois. Die Genfer sind auf diese Saison hin aufgestiegen, wie stark sie sind, ist indes schwierig abzuschätzen.

Der nächste Gegner der Solothurner kann auf eine bewegte Klub-Geschichte zurückblicken. Zwölf Jahre ist es her, als der Handballclub CS Chênois nationale Bekanntheit erlangte. Vom Verband aus Gründen der Vermarktung der Liga in die NLA gehievt und mit einem Nichtabstiegs-Freipass versehen, sollten die Genfer das westschweizer Puzzlestück werden, um den Handballsport national breiter abzustützen und mehr Medienecho zu erhalten.

Seit damals ist viel Wasser die Rhône runter geflossen. Mit nur gerade zwei Punkten in zwei Saisons brachen die Genfer das Experiment nach zwei Jahren ab. Es folgte der direkte Abstieg in die Erstliga, in der sich der Verein wieder stabilisierte. Wie vor dem NLA-Abenteuer kämpften die Romands wieder um den Aufstieg in die NLB, der oft gelang, jedoch fast ebenso oft von einem Abstieg gefolgt wurde.

Der Gegner ist weitgehend unbekannt

Obwohl Chênois in der zweithöchsten Liga meist gegen den Abstieg kämpfte, durfte man die Genfer nie unterschätzen. Denn bei jedem Ausflug in die NLB gelang es dem Verein, eine Mannschaft mit einer guten Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, gespickt mit starken – meist französischen – Ausländern zusammenzustellen. Und nicht selten stolperten vermeintliche Favoriten gegen das unberechenbare Team.

Da die Genfer die erste Runde der aktuellen Meisterschaft gegen NLA-Absteiger Fortitudo Gossau noch nicht gespielt hat, tritt der TVS einmal mehr gegen die Wundertüte Chênois an. Am Kader sieht man zwar, dass die Welschen vier Neuzugänge verzeichnen, wie stark diese sind und wie die Mannschaft spielt, ist allerdings noch unbekannt.

Tempo und Kreativität

Ein erster Anhaltspunkt könnte jedoch das Cupspiel von Chênois gegen NLB-Ligakonkurrent Birsfelden sein. Dort siegten die Romands auswärts mit 30:26, und das gegen eine langjährige NLB-Mannschaft. Aber wie so oft sind Resultate auf dem Papier nicht massgebend. Daher geht es für den TV Solothurn vor allem darum, den Schwung aus der ersten Partie mitzunehmen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben sich die Solothurner auf dem Platz gefunden und spielten in der Folge während knapp 45 Minuten auf einem sehr hohen Niveau.

Augenfällig in der Spielanlage des TVS sind vor allem das hohe Tempo und die Kreativität. Dank der intensiven Vorbereitung ist die Truppe von Trainer Jürg Lüthi topfit und konnte gegen Ende des Spiels mindestens einen Gang mehr einlegen als der Erstrundengegner Wädenswil/Horgen.

Zudem haben die Aarestädter gleich mehrere Spieler in ihren Reihen, die mit ihrem Auge und Spielverständnis das Quäntchen Genialität reinbringen können, das am Ende den Unterschied macht. Im ersten Spiel hat dies hervorragend funktioniert. Nun gilt es für den TV Solothurn, diesen Eindruck im zweiten Spiel zu bestätigen.

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