Die Zeitreise zurück in die Belle Époque führte zum Grandhotel Giessbach. Passend dazu und zur Einstimmung in die guten alten Zeiten schipperte der Raddampfer "Lötschberg" die Sänger von Interlaken zum Bestimmungsort. Im Salondampfer nahm auch eine Polterabendgesellschaft Platz. Der künftige Bräutigam, ein Walliser in Lederhosen, spielte Klarinette und animierte den Chor, die Unterhaltung der Passagiere spontan mitzugestalten. Der Zufall wollte es, dass eines der Lieder, nämlich Senti Cara Nineta, 1915, ein Jahr nach Inbetriebnahme des Schiffes und nach Ausbruch des ersten Weltkrieges, entstand. Vorüber war die unbeschwerte Zeit. Schiff und Hotel sahen einer ungewissen Zukunft entgegen.  - Nach dem Mittagessen scharte Dirigentin Doris Däster den Chor erneut um sich, um in den altehrwürdigen Räumen ein paar Lieder erklingen zu lassen, sehr zur Freude der anwesenden Gäste. Belle Époque, belle journée!

Kurt Ritter