Zum Festgottesdienst am 11. November vergangenen Jahres in der Martinskirche begrüsste Martinspfarrer Mario Hübscher die zahlreich erschienenen Gottesdienstbesucher und -besucherinnen. Besonders begrüsste er die Festpredigerin, Edith Rey Kühntopf, Regionalverantwortliche der Bistumsregion St. Verena. Der Kirchenchor St. Martin sang unter der Leitung von Silvan Müller Werke von Heinrich Schütz, Johann Pachelbel und Jacobus Gallus.

Frau Rey Kühntopf ging bei ihrer Predigt auf das Wirken des heiligen Martin und dessen Bedeutung in unserer Zeit ein. Sein Wirken soll uns täglicher Ansporn für barmherziges Tun sein. Es soll der Geist der Zuwendung, der Barmherzigkeit und der Liebe in unserem täglichen Leben wirken.

Nach dem Gottesdienst lud die Frauengemeinschaft St. Martin zum Apéro in den Bibliothekssaal ein.

Um 11 Uhr 30 begrüsste der Obmann Martin Restelli die geladenen Gäste und 97 Martins­brüder und Gesellen zum 77. Bruderschaftsfest im Josefsaal. Er begrüsste die kirchlichen und weltlichen Würdenträger, insbesondere Frau Regierungsrätin Brigit Wyss. Nach dem Martinsmahl eröffnete der Obmann den offiziellen Teil des Martinfestes mit einer Ansprache zu überlieferten Handlungen des Heiligen Martins, die durch sein bedingungsloses Vertrauen in Gott zu Wundertaten wurden. Er gelangte dann zur bekanntesten Legende, der Mantelteilung und betonte, dass Martin mit einer Waffe zwischen dem Eigentum des Staates und seinem unterschieden, den Mantel geteilt und mit der Mantelspende Leben bewahrt hat.

Mit einer kurzen Vorstellung von Regierungsrätin Brigit Wyss leitete der Obmann zu deren Ansprache über. Frau Wyss ging in ihrer Festansprache auf die Aktualität der Mantelteilung des hl. Martin in unserer Zeit ein. Anhand des Wortes "zeitgemäss" reflektiert sie ihre persönliche Sicht zu Themen wie Wandel, Tradition, Glaube, soziale Verantwortung und Teilen. Zuletzt versucht sie anhand der zehn beliebtesten schweizerischen Internetsuchanfragen eine Antwort auf die Frage "Ist dies zeitgemäss?" zu finden und kommt zum Schluss, dass dies im Ermessen jedes Einzelnen liegt.

Nach der Festrede von Regierungsrätin Wyss wurden vier neue Gesellen in die Bruderschaft aufgenommen: Khai Ly, Francesco Mancuso, Karl Metternich und Thong Vo. Die bisherigen Gesellen Markus Demarmels, Dr. Peter Droste, Eduard Hawlitschek, Walter Krummenacher und Philippe Müller wurden ehrenvoll zu Martinsbrüdern ernannt.

Peter Zumstein, Obmann der Bruderschaft St. Leodegar zu Werd überbrachte im Anschluss seine herzliche Grussadresse.

Die Mantelspende erbrachte 2018 den erfreulich hohen Betrag von rund 16'000.- CHF, die vom Obmann bestens verdankt worden ist.

Zum Schluss wurden auf verschiedene Veranstaltungen, insbesondere auf den Stamm, der mit dem «Kafi Pfarrhuus» zusammengelegt wurde und viermal im Jahr stattfindet, hingewiesen. Die beiden nächsten Termine sind: Sa. 04. April und Sa. 01. Juni. Ein besonderer Dank wurde an die Turnerinnen des Katholischen Turnvereins für ihren professionellen Service und an die Küche, Herrn Michel Bärtschi mit seinem Team von der SV-Mensa der Kantonsschule Olten gerichtet.

Um 15.05 Uhr endete der offizielle Teil des Martinsfests 2018.

Roland Anderegg, Statthalter